Osnabrück will die ersten 3 von 51 Punkten holen

17 mal 3 = 51. So lautet die ganz einfache Rechnung von Osnabrück-Trainer Claus-Dieter "Pele" Wollitz für den Rest der Saison, der am morgigen Samstag um 14.00 Uhr sein Trainerdebüt für den VfL Osnabrück in der 3. Liga geben wird. 17 Partien bleiben dem neuen VfL-Trainer noch, um die Lila-Weißen doch noch nach oben in der Tabelle zu führen. Der Gegner im ersten Spiel: Kein geringerer als der SV Wehen Wiesbaden – vor der Saison Aufstiegskandidat Nummer 1.

51 Punkte aus 17 Spielen

Die Zielvorgabe für den Rest der laufenden Drittligasaison ist für den VfL Osnabrück durch Trainer Claus-Dieter Wollitz klar definiert: Mindestens der Relegationsplatz soll her. Ein realistisches Ziel, denn der Tabellenachte hat gerade mal drei Punkte Rückstand auf den derzeitig Drittplatzierten 1. FC Saarbrücken. Das Problem: Alle Mannschaften bis mindestens Platz 10 haben die theoretische Möglichkeit, noch nach vorne zu kommen. Doch das ist für Wollitz kein Problem, für ihn zählt einfach nur: Siegen, siegen siegen. Am Liebsten alle 17 verbliebenen Partien, womit dann am Ende 51 Punkte mehr auf dem Konto der Lila-Weißen sein dürften. Eine vage Rechnung, selbstverständlich von dem Autor dieses Artikels nur zur Verdeutlichung der Philosophie des Trainers durchgerechnet. Die ersten drei Punkte zur Verwirklichung des Ziels Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga sollen direkt gegen den vor der Saison als Kandidat mit den besten Aufstiegschancen gehandelten SV Wehen Wiesbaden her.

Wehen hinkt Ansprüchen hinterher

Geld schießt eben doch keine Tore – das bewies der SV Wehen Wiesbaden in der bisherigen Saison ein weiteres Mal. Denn wenn ein Verein vor der Saison von Experten, Trainern und natürlich von liga3-online.de als Aufstiegskandidat Nummer 1 gehandelt wird, sollte nach 21 Spieltagen eine andere Zahl in der Spalte "Tabellenplatz" stehen als die Zahl 16. Denn so kämpft der SV Wehen weniger um den Aufstieg, als vielmehr gegen den Abstieg. So wollen es die Wehener dem VfL Osnabrück natürlich auch aus reinem Eigennutz sehr schwer machen am Samstag zum Spieltag 22. Das Hinspiel zwischen dem SV Wehen Wiesbaden und dem VfL Osnabrück ging 2:1 für Wehen aus, die Bilanz sagt: In sieben Spielen hat der VfL eins gewonnen, drei verloren und drei Mal Unentschieden gespielt. Die Statistik spricht also für Wiesbaden, die Realität sieht aber etwas schwieriger aus.

Osnabrück hochmotiviert

Nicht umsonst ist Pele Wollitz als emotionaler Trainer bekannt, der seine Mannschaft zu jedem Zeitpunkt perfekt motivieren und auf die kommende Aufgabe vorbereiten kann. Nehmen wir das Beispiel Darmstadt: Am letzten Spieltag 2011 hatte Wollitz vor dem 4:0-Sieg der Osnabrücker eine Ansprache vor der gesamten Mannschaft gehalten – es hat, wie alle gesehen haben, gefruchtet. Auch die Vorbereitung lief rund, das zeigte schon unser Rückrunden-Check. Was spricht also gegen einen Sieg der Lila-Weißen? Die Krankenakte während der Vorbereitrung beispielsweise. So haben Leistungsträger wie Kevin Kampl, Stephan Salger oder Niels Hansen nicht die gesamte Vorbereitung absolvieren können, Salger wird auch morgen wohl noch nicht einsatzbereit sein. Außerdem ist auch noch nicht klar, wie sich Leihstürmer Rouwen Hennings und Elias Kachunga im ersten Pflichtspiel präsentieren werden – wichtig ist, die Offensive zu stärken und die Defensive weiter so stark agieren zu lassen, wie es in der Hinrunde der Fall war (defensivstärkstes Team der Liga). Die Wehener werden auch noch ein Wörtchen mitzureden haben bei der Entscheidung, ob der VfL die ersten 3 von insgesamt 51 Punkten einfahren wird. Anstoß ist am morgigen Samstag, 14.00 Uhr, an der Bremer Brücke (osnatel ARENA) in Osnabrück.

Münster-Karten fast ausverkauft

Eine wichtige Meldung noch aus den Fanshops des VfL Osnabrück: Heute startete der Verkauf für die Auswärtstickets für das Derby bei Preußen Münster am 25. Februar. Nach dem ersten Verkaufstag sind schon über 2.500 Tickets vergriffen, alle Sitzplätze und ermäßigte Stehplätze sind ausverkauft. 900 Vollzahler-Stehplatzkarten sind noch übrig geblieben, diese werden allesamt am morgigen Samstag vor dem Spiel gegen Wiesbaden zwischen 11 und 14 Uhr im VfL-Fanmobil hinter der Ostkurve für 11 Euro verkauft. Wer sich also noch eine Karte für "das Spiel des Jahres" (Zitat Osnabrück-Fan) sichern möchte, sollte sich frühzeitig am Fanmobil anstellen.

FOTO: Flohre Fotografie

   
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