Oral hadert mit Niederlage beim Waldhof: "Zu hoch ausgefallen"

Nach fünf Spielen ohne Niederlage musste sich der FC Ingolstadt am Samstag deutlich mit 1:4 bei Waldhof Mannheim geschlagen geben. Gerade die erste Halbzeit sorgte dabei für selbstkritisches Kopfschütteln bei den Beteiligten, die sich trotz der Höhe des Spielergebnisses nie aufgaben.

"Waren etwas konsterniert"

Acht Gegentore mussten die Schanzer bis zum 10. Spieltag insgesamt schlucken, aufgrund der verzerrten Tabelle sind Bestwerte aber bis dato schwierig zu definieren – vier Gegentore gegen den Waldhof waren für die zweifelsohne gute Defensive des FC Ingolstadt allerdings zu viel. "Heute haben sie sehr effektiv zugeschlagen, aber ich denke, dass das Spiel mit zwei Toren zu hoch ausgefallen ist", lautete das abschließende Fazit von FCI-Cheftrainer Tomas Oral bezüglich der gegnerischen Leistung, aber der Coach der Schanzer arbeitete den Spielverlauf zuvor chronologisch. Mit allen Schwächen seines Teams.

"Wir konnten sehen, dass der Waldhof in der Anfangsphase viel Respekt vor uns hatte", war die Möglichkeit zu einem guten Start in die Partie gegeben. Dann allerdings folgte die Schulterverletzung von Rico Preißinger, der nach einem Zweikampf unglücklich auf die Schulter gefallen war und nicht mehr weiterspielen konnte. Noch während der Partie ging es ins Krankenhaus. Oral vermutete auf der Pressekonferenz eine "längere Geschichte". Der weitere Spielverlauf spielte in die Karten der Mannheimer: "Aus dem Nichts bekommen wir das 0:1, was der Gegner auch sehr gut gemacht hat. Da waren wir etwas konsterniert und sind nicht mehr so ins Spiel gekommen, haben keinen Zugriff auf den Gegner bekommen."

"Haben alles versucht"

In dieser Phase gewannen die Mannheimer die Oberhand, konnten das zweite Tor nachlegen. "Wir waren froh, dass wir nicht noch einen bekommen haben", bezog sich Oral auf die Zeit vor der Halbzeitpause, in der sich die Schanzer gegen einen Rückstand nicht wehren konnten – um nach dem Seitenwechsel zurückzuschlagen. "Wir mussten zweimal das 1:2 machen, wo wir zweimal Riesenchancen hatten", nannte Oral die Möglichkeiten, die jedoch ausgelassen wurden. Ein weiterer Gegentreffer machte den Sack vermeintlich zu, aber die Schanzer steckten nicht auf.

Am Ende des Tages blieben Oral nur die Glückwünsche an den Gegner, wobei er die Leistung der eigenen Mannschaft nicht schmälern wollte. "Wir haben alles versucht, die Mannschaft hat eine super Moral gezeigt und wir waren in jeder Phase des Spiels in der Lage, die Partie zum Kippen zu bringen", sah der Schanzer Cheftrainer eine Partie, dessen deutliches Ergebnis nicht den Verlauf widerspiegelte. Dennoch fehlte die "Stärke im Abschluss, die wir gewohnt sind". Nach fünf Spielen in Folge ohne Niederlage musste der FCI somit erstmals wieder als Verlierer vom Platz gehen. Zurück in die Spur finden können die Schanzer am Sonntag in einer Woche, wenn der 1. FC Magdeburg im Audi-Sportpark gastiert.

   
  • Thomas Anal

    Oral hat O-Ton gesagt, dass die Niederlage mindestens um 2 Tore zu hoch ausgefallen ist. Aber Sieg von Waldhof sei verdient. Widerspruch in sich und wieder mal viel Blödsinn aus dem Munde von Oral.
    Zum Glück hat Henke diesmal den Mund gehalten.

  • peaveybandit

    Na, ob die schlechten Verlierer nach dem Magdeburg-Spiel wieder nach Ausreden suchen müssen? Die Heim-Bilanz gegen MD ist vielsagend(0:1, 0:2)…bleibt zu hoffen, daß diese Serie weitergeht.

  • Michael

    Dem Oral würde eine stärkere Brille und etwas mehr Objektivität gut tun. Ein ganz schlechter Sportsmann. Seine Ingos waren einfach schlechter und den besten Mann Elva hat er ja auch erst auf die Bank gesetzt. Da sollte sich Oral auch mal selbst hinterfragen. Gute Besserung an Preißinger.

    • DM von 1907

      Hallo Mods, diesen Post bitte löschen – erst war er verschwunden, dann tauchte er zweimal auf.

    • DM von 1907

      Wozu sollte Oral eine Brille brauchen? Diesmal hat er die Partie sachlich und zutreffend analysiert und das ausgesprochen, was alle Verantwortlichen nach dem Spiel wussten: Waldhof hat verdient gewonnen, aber der Sieg ist um ein bis zwei Tore zu hoch ausgefallen.

      Während die erste Halbzeit klar an Waldhof ging, kam Ingolstadt wie ausgewechselt aus der Kabine und erspielte sich vor dem 3:0 mehrere Großchancen. Und kurz vor dem 3:1 hatte Waldhof Glück, dass der Schiedsrichter keinen Elfmeter gab, als dem besten Mann auf dem Platz – Verlaat – ein Handspiel unterlief.

  • Luzifer98

    Durfte der Henke eigentlich wieder den Trainer der Barackler umtreten oder hatte der noch Stadionverbot?

    • DM von 1907

      Henke hatte kein Stadionverbot mehr, hat niemanden getreten, sondern saß das ganze Spiel über mit reichlich zerknittertem Gesicht auf der Ingolstädter Bank.

      • Tobi

        Kann man so gelten lassen, der hat recht finster dreingeschaut…

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