Offiziell: Dynamo holt Kevin Broll nach sechs Monaten zurück

Was am Montagabend bereits durchgesickert war, ist nun offiziell: Kevin Broll kehrt zu Dynamo Dresden zurück. Der 27-Jährige hatte die Sachsen erst im Sommer nach drei Jahren Richtung Gornik Zabrze verlassen, unterschrieb nun einen Vertrag bis 2024 in Elbflorenz und wird mit der Rückennummer 35 auflaufen.

"Habe richtig Bock"

"Für mich ist es unbeschreiblich schön, zu Dynamo zurückzukehren. Die Entscheidung, den Verein im Sommer zu verlassen, ist mir nach den intensiven drei Jahren davor natürlich alles andere als leichtgefallen", freut sich Broll über die Rückkehr. "Ich wollte aber die damalige Chance nutzen, noch einmal sportlich höher zu spielen. Trotz der vielen Erfahrungen, die ich in den letzten Monaten sammeln durfte, bin ich jetzt allerdings sehr froh, wieder in Dresden sein zu können." Er habe "richtig Bock, hier wieder einzusteigen und werde alles daransetzen, gemeinsam mit dem Verein zurück in die Erfolgsspur zu finden", sagt der Keeper, der sich bei Gornik Zabrze im Sommer gleich den Stammplatz zwischen den Pfosten sichern konnte.

Doch der gebürtige Mannheimer wackelte immer wieder, verlor im Oktober seinen Platz an Daniel Bielica und saß fortan auf der Bank. Eine Situation, die Broll gar nicht schmeckte, war er es doch in den vergangenen Jahren gewohnt, Stammspieler zu sein. In Dresden wird der Torwart keine lange Eingewöhnungszeit brauchen, von 2019 bis 2022 absolvierte Broll 38 Dritt- und 62 Zweitliga-Spiele für die Sachsen und war dabei stets gesetzt.

Dreikampf mit Drljaca und Müller

"Es ist kein Geheimnis, dass wir den Vertrag von Kevin nach dem Abstieg im Sommer gerne verlängert hätten. Am Ende kam es dann aber leider zu keiner Einigung, auch weil er sich nach dem enttäuschenden Saisonausgang eine neue sportliche Herausforderung suchen wollte", so Sport-Geschäftsführer Ralf Becker. "Umso mehr freue ich mich, ihn nun wieder zurück bei uns begrüßen zu können. Wenn ein Spieler wie er zu haben ist, musst du dich als Verantwortlicher gerade in unserer jetzigen Situation damit ernsthaft beschäftigen. 'Brollo' hat in den vergangenen Jahren gezeigt, wie wichtig er mit seinen Leistungen, vor allem aber auch mit seiner Mentalität für uns sein kann."

Broll wird nun in den Dreikampf mit Stefan Drljaca und Sven Müller treten, wenngleich er die besten Karten haben dürfte. Zumal Drljaca seit seinem Wechsel aus Dortmund nicht unumstritten war. Nicht umsonst verlor der 23-Jährige seinen Platz nach dem 13. Spieltag an Sven Müller, der aus Halle zu den Schwarz-Gelben kam. Der gebürtige Kölner verletzte sich jedoch und fiel zum Jahresauftakt aus. Am Montagabend saß er beim Gastspiel in München auf der Bank. Niklas Heeger, die bisherige Nummer drei, hat Dynamo derweil an Viertligist Eintracht Trier abgegeben.

   

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