"Noch nicht die richtige Zeit": SVW gegen Verl ohne Ogbemudia
Erst am Dienstag erneut von Union Berlin ausgeliehen, wird Oluwaseun Ogbemudia beim Heimspiel des SV Waldhof Mannheim gegen den SC Verl (Samstag, 14 Uhr) noch nicht im Kader stehen, wie Trainer Rui Mota bei der Spieltags-Pressekonferenz sagte.
"Wir haben aufgehört zu spielen"
2:0 geführt, aber noch 2:3 verloren: Beim Auswärtsspiel gegen den TSV Havelse kassierten die Buwe am vergangenen Sonntag nicht nur die erste Niederlage, sondern eine überaus bittere und unnötige. Trainer Rui Mota sprach von einem regelrechten "Blackout" seiner Mannschaft nach einer guten Anfangsphase. "Wir haben aufgehört zu spielen." Unter der Woche sei im Training intensiv über die Ursachen gesprochen worden. Man wisse genau, welche Fehler nicht noch einmal passieren dürften und wie in vergleichbaren Situationen künftig reagiert werden müsse. Dabei machte der Trainer deutlich, dass für ihn insbesondere zwei Aspekte entscheidend seien.
Zum einen habe sein Team aufgehört, sein eigenes Spiel durchzuziehen. Zum anderen sei bekannt gewesen, wie der Gegner agieren würde, dennoch habe die Mannschaft die vorgesehenen taktischen Vorgaben nicht konsequent umgesetzt. Von mangelnder Einstellung oder Überheblichkeit wollte Mota dagegen nichts wissen. "Ich bin überzeugt, dass niemand meiner Spieler einen Gegner unterschätzt." Arroganz passe nicht zu seinem Team. Seine Spieler seien "zu 100 Prozent" dem Verein und den gemeinsamen Zielen verpflichtet. Deshalb sei er sicher, dass die Mannschaft auch gegen Verl mit der richtigen Mentalität auftreten werde.
Ogbemudia "weiß noch nicht, wie wir spielen wollen"
Gegen die noch punktlosen Ostwestfalen erwartet Mota eine anspruchsvolle Aufgabe für seine Mannschaft. Der Mannheimer Coach hob insbesondere die Spielweise der Verler hervor und betonte, dass sein Team nach den Lehren aus dem vergangenen Spiel eine Reaktion zeigen müsse. Mota bezeichnete die Partie als "sehr, sehr interessantes Spiel". Zwar seien die Verler noch dabei, ihre Abläufe weiter zu verfeinern, dennoch erwarte er einen starken Gegner. Um die drei Punkte in Mannheim zu behalten, müsse sein Team mit großem Engagement und Leidenschaft auftreten – sowohl mit als auch gegen den Ball. "Entscheidend wird sein, dass unser Wille größer ist als der des Gegners."
Noch nicht im Kader stehen wird Last-Minute-Neuzugang Oluwaseun Ogbemudia. Der 20-Jährige lief bereits in der Rückrunde für die Buwe auf, gehörte dabei zu den Stammspielern und kennt zudem noch etwa die Hälfte der Mannschaft. Die andere Hälfte jedoch nicht, "außerdem weiß er nicht, wie wir spielen wollen. Da gibt es einen Unterschied zwischen letztem Jahr und diesem Jahr", erklärte Mota, warum der Innenverteidiger am Samstag noch nicht zum Kader gehören wird. Im Training habe er zwar schon einen guten Eindruck hinterlassen, "und wir wissen, welche Qualitäten er ins Team einbringen kann. Aber es ist noch nicht die richtige Zeit, um ihn spielen zu lassen." Somit werden zunächst die etablierten Kräfte gefragt sein.