"Etwas unkonventionell": Wörle warnt und will Reaktion sehen

Preußen Münster startete mit einem Sieg in die Saison, auf den ein Unentschieden folgte. Zuletzt ging die Mannschaft von Cheftrainer Thomas Wörle dann bei Viktoria Köln mit 1:4 unter. Ein Ergebnis, das die Adlerträger erst einmal verarbeiten mussten. Jetzt folgt das Heimspiel gegen den TSV Havelse (Samstag, 14 Uhr).

"So etwas trägt man mit sich rum"

Viktoria Köln legte in der vergangenen Woche einen furiosen Start hin, erzielte zwei Tore in der Anfangsphase. Und doch kam Münster schnell durch einen Treffer von Felix Higl zurück – allerdings sorgte dieses Tor nicht für den erhofften Aufschwung. Am Ende war das Ergebnis deutlich. "So etwas trägt man mit sich rum", gab Thomas Wörle mehrere Tage nach dem Spiel über die Vereinskanäle noch zu. "Wir waren einfach total enttäuscht von dem, was wir da gezeigt haben. Deshalb war es danach total wichtig, das aufzuarbeiten, dass wir gemeinsam darüber reden, um auch zu schauen, was wir aus diesem Spiel lernen können."

Durch die Niederlage sei die Mannschaft in den engeren Austausch gegangen, um "einfach wieder deutliche Schritte im Entwicklungsprozess voranzukommen", so Wörle. "Jetzt geht der Blick aber wirklich voll und ganz auf das nächste Spiel", versprach der Cheftrainer zugleich. Denn: "Uns war klar, dass wir auch mal diesen Moment einer ekligen Niederlage erleben werden, das ist Teil des Weges. Wir wissen, dass es nach dem Abstieg und einem großen Umbruch in der Mannschaft nicht leicht ist. Wir arbeiten aber mit voller Überzeugung an unserem Entwicklungsprozess."

Sechs Ausfälle

Gegen den TSV Havelse steht die nächste Aufgabe an. "Da kommt eine Mannschaft mit Rückenwind. Wir wissen, was uns erwartet. Es wird für uns darum gehen, einerseits dem Gegner die Tiefe wegzunehmen und andererseits die zweiten Bälle zu erobern", beschrieb Wörle die Spielweise des Gegners zeitweilen als "etwas unkonventionell", aber auch erfolgreich. Aus einem 0:2-Rückstand machten die Niedersachsen trotz eines verschossenen Elfmeters einen 3:2-Sieg gegen Mannheim. Aber Wörle blieb cool: "Es wird eine anspruchsvolle Aufgabe, wie in jedem Spiel in der 3. Liga. Wir sind aber fokussiert und heiß darauf, unser wahres Gesicht zu zeigen."

Eine Reaktion zeigen, das sei das Ziel der Adlerträger im zweiten Heimspiel der Saison. Eine ganze Reihe von Spielern wird allerdings weiter nicht dabei helfen können. Malik Batmaz, Simon Scherder, Marvin Schulz und Luca Bolay sowie Montell Ndikom, der die gesamte Trainingswoche krankheitsbedingt fehlte, werden die Partie gegen Havelse verpassen. Auch für Tim Dietrich kommt die Partie nach seinen Sprunggelenksproblemen noch zu früh.

   

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