"Nicht unser Anspruch": Gemischtes Enochs-Fazit nach FSV-Pleite

Erfolg und Niederlage wechseln sich in Zwickau derzeit ab. Zwar präsentierte sich der FSV auch beim 1:2 gegen den KFC Uerdingen durchaus engagiert, geschwächt durch eine frühe rote Karte konnte die Enochs-Elf das Spiel jedoch nicht zu ihren Gunsten entscheiden. Der Trainer erkannte anschließend Licht und Schatten. 

FSV-Kampfgeist reicht in Unterzahl nicht

Den Klassenerhalt machte der FSV Zwickau vergangene Saison gerade in den Heimspielen perfekt. Die Bilanz vor eigenem Publikum war deutlich besser als die in der Fremde. Aktuell zeigen die Schwäne ein anderes Gesicht. Auswärts noch ungeschlagen, bedeutete das 1:2 gegen Uerdingen bereits die zweite Heimpleite in Folge. Der Auftritt gegen die Krefelder stand allerdings bereits früh unter einem besonderen Stern. Keine fünf Minuten waren gespielt, als Maurice Hehne der Ball versprang. Beim Versuch der Wiedergutmachung räumte der Mittelfeldmann seinen Gegenspieler Dorda böse ab – Platzverweis (4.). "So eine Rote Karte verändert natürlich den Spielverlauf", fasste Felix Drinkuth hinterher am "Telekom"-Mikrofon zusammen. "Wir mussten erstmal defensiver agieren." 

Allzu lange hielten sich die Hausherren mit dem Verteidigen jedoch nicht auf. Vielmehr bewies Zwickau Mut und drängte in Unterzahl auf die Führung. Cheftrainer Joe Enochs: "Wie die Mannschaft die Eckbälle rausgespielt hat, immer nach vorne gespielt hat, war wirklich sehr ordentlich." Einen dieser Eckstöße nutzte der FSV: Wolfram trat die Kugel scharf in den Sechzehner, Uerdingens Velkov verlängerte unfreiwillig in das eigene Tor (16.). Im Anschluss übernahmen die Krefelder zwar die Spielkontrolle, Tormöglichkeiten erspielten sie sich zunächst aber nicht. "Wir haben Uerdingen schon weg vom Tor gehalten – was ich gut fand", erklärte Enochs im Pressegespräch. "Aber in zwei Situationen sind wir etwas zu spät." Diese genügten den Gästen: Erst glich Pusch per Gewaltschuss aus (30.), dann verwertete der freistehende Kiprit eine Anapak-Hereingabe zur Gäste-Führung (40.). Im zweiten Durchgang versuchte Zwickau noch einmal alles – die Unterzahl schien keine Rolle mehr zu spielen. So war es eher der eigene Chancenwucher, der die Westsachsen um etwas Zählbares brachte.

"Das ist nicht unser Anspruch"

Wie so oft hatte die Einstellung der Zwickauer also gestimmt. "Ich denke, wir haben trotzdem noch gut gekämpft und unsere Chancen erarbeitet", befand Drinkuth. Den Knackpunkt sah auch der Offensivmann in der schlechten Chancenverwertung. Er selbst hatte daran seinen Anteil: "An einem guten Tag mache ich zwei, an einem mittleren Tag mache ich einen – und heute halt leider keinen." Trainer Enochs lobte die positiven Aspekte im Spiel seiner Mannschaft. Verbesserungspotenzial sei dennoch vorhanden. "Wir haben jetzt zwei Heimspiele hintereinander verloren. Das ist nicht unser Anspruch." Ein Glück, dass bereits am Dienstag wieder eine Auswärtsfahrt ansteht – wenngleich der FSV für die Partie in Dresden nicht einmal das Bundesland verlassen muss.

 

   
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