"Neue Wege": Viel Arbeit für Aues Interimspräsident Enders

Neuanfang bei Erzgebirge Aue: Nach dem Rücktritt von Präsident Helge Leonhardt hat vorerst Torsten Enders das Sagen. Auf den Geschäftsführer von Sponsor Wätas wartet nun viel Arbeit – darunter die Vorbereitung der Mitgliederversammlung und die Suche nach einem neuen Trainer. 

Rost hinterlässt "gespaltene Mannschaft"

Mehrere Stunden tagten die Gremien des FC Erzgebirge Aue am Dienstag, am Ende stand die Entlassung von Trainer Timo Rost. Wie Enders dem "MDR" sagte, habe es diesbezüglich "keine langen Diskussionen" gegeben. "Wir haben das gemeinsam analysiert und uns mit Timo Rost geeinigt, kameradschaftlich auseinanderzugehen." Der 44-Jährige habe es nicht geschafft, "ein Kollektiv zusammenzuführen" und hinterlässt "eine gespaltene Mannschaft", so der Interimsboss. "Jetzt müssen wir neue Wege suchen."

Noch in dieser Woche wollen die Gremien erneut zusammenkommen und darüber diskutieren, wer die Nachfolge des früheren Bundesliga-Profis antritt. Auch die Suche nach einem Sportdirektor soll fortgeführt werden. Enders kündigte für beide Bereiche bereits "Vorentscheidungen" an. Beim Landespokal-Spiel in Eilenburg am Sonntag wird Nachwuchschef Carsten Müller auf der Bank sitzen. Der 50-Jährige leitete am Mittwochvormittag erstmals das Training – gemeinsam mit Ex-Spieler Philipp Riese, dem bisherigen Tortwarttrainer Tomislav Piplica und Fitnesstrainer Werner Schoupa. "Es muss ein Ruck durch die Mannschaft gehen", forderte Enders. "Wir erwarten, dass die Mannschaft im Sachsenpokal siegt. Es muss uns jetzt gelingen, emotional die Mannschaft zu erreichen."

Voigt bleibt vorerst Geschäftsführer

Parallel arbeitet der Übergangsvorstand, dem auch Frank Vogel (Ex-Landrat), Sören Ullrich (FCE-Kassenprüfer und ehemaliger Abteilungsleiter Ringen), Nico Dittmann (Bergmeister von Thalheim) und weiterhin Rechtsanwalt Kay Werner angehören, an der Vorbereitung der Mitgliederversammlung, die für den 12. November angesetzt ist. Dort steht die Neuwahl des Aufsichtsrates an, der anschließend den neuen Vorstand berufen wird. "Wir wollen die bestmöglichen Ergebnisse vorbereiten, haben aber noch sehr viel Arbeit", so der Geschäftsführer von Sponsor Wätas, der das  "demokratische Miteinander" zwischen den Gremien lobt: "Es gibt einen neuen Ton und ein neues Flair hier in Aue. Wir haben uns von den alten Zöpfen verabschiedet."

Michael Voigt gehört dem Vorstand künftig nicht mehr an, bleibt dem Klub aber vorerst als Geschäftsführer erhalten. "Seinen Erfahrungsschatz wollen wir noch nutzen", sagte Enders, ließ aber durchblicken: "Wenn es notwendig ist, werden aber auch dort Entscheidungen getroffen." Heißt wohl: Möglicherweise wird ein neuer Geschäftsführer verpflichtet, zumal Voigt derzeit krankgeschrieben ist. Der Neuanfang bei den Veilchen, er ist in vollem Gange.

 

   
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