Neuanfang? Fragezeichen hinter Drittliga-Lizenz für Unterhaching

Mit 40 Punkten steht die SpVgg Unterhaching zwei Spieltage vor dem Saisonende auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz. Da der Vorsprung auf die gefährliche Zone nur einen Zähler beträgt, erwarten die Münchener Vorstädter zwei hitzige Endspiele. Doch auch hinter den Kulissen wird in diesen Tagen fleißig gearbeitet. Genau wie alle anderen Drittligisten erhielt die SpVgg Mitte April eine Rückmeldung vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) bezüglich der eingereichten Lizenz-Unterlagen. Die Lizenz für die kommende Drittliga-Saison wurde dem ehemaligen Bundesligisten zwar nicht verwehrt, dennoch ist die Spielberechtigung an einige Auflagen und Bedingungen geknüpft. Ähnlich wie in den Jahren zuvor müssen die finanziell angeschlagenen Hachinger vor allem wirtschaftliche Auflagen erfüllen. Präsident Manfred Schwabl gibt sich zwar optimistisch, was die endgültige Erteilung der Lizenz angeht, ließ aber zwischen den Zeilen durchblicken, dass es in diesem Jahr nicht einfach werden wird:

"In einem neuen Anfang steckt auch immer eine Chance"

"Wir wissen derzeit nicht, ob wir das wirtschaftlich problemlos stemmen können oder wollen. Die prognostizierten Kosten müssen sich mit den Einnahmen decken". Mit einem Lizenzspieler-Etat von rund einer Million Euro lässt sich eine Drittliga-Mannschaft, die realistische Chancen auf den Klassenerhalt hat, nach wie vor schwer zusammenstellen. Daher schreckt Schwabl auch nicht vor Einsparungen im Personal-Bereich zurück. Wie er dem "Bayrischen Rundfunk" sagte, könne er sich auch Spielergehälter von 250 Euro vorstellen. "Der DFB sagt auch, mit ganz wenig Budget geht es halt auch nicht", ergänzt der 48-Jährige. In den kommenden Tagen will Schwabl dem DFB sein Konzept vorstellen. Ob der Verband dieses akzeptiert, ist allerdings noch nicht sicher. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein oder Unterhaching würde sportlich absteigen, wäre dies "ein kompletter Neuanfang", der den Verein in seiner "Gesamtentwicklung zurückwerfen" würde, gibt Schwabl zu. Die Aussage "in einem neuen Anfang steckt auch immer eine Chance" bietet jedoch erneut Raum für Spekulation. Wichtig sei nur, so Schwabl, dass "der Nachwuchsbereich und damit die Grundbasis nicht in Mitleidenschaft gezogen" werden. Ob dies auch in der 3. Liga machbar ist, ist derzeit fraglich.

FOTO: Stefan Kukral

   

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