Negativserie beendet: Hansa kann doch noch gewinnen

Der F.C. Hansa Rostock kann es doch noch! Mit einem 2:0-Erfolg (1:0) gegen den SV Wehen Wiesbaden beendeten die Rostocker ihre Durststrecke von neun sieglosen Ligaspielen und wiesen die Hessen, die durchaus noch Aufstiegsambitionen hegen, am 35. Spieltag in ihre Grenzen.

1:0 als Brustlöser

Wie auch schon gegen Karlsruhe plagten Hansa vor der Partie enorme Verletzungssorgen. "Wir waren heute mehr Trainer auf der Bank als Spieler", erklärte Pavel Dotchev bei "Hansa-TV" die Situation. Ohne Abwehrchef Oliver Hüsing begannen die Gastgeber verhalten und abwartend. Es waren die Hessen, die durchblicken ließen, warum sie in der Liga noch um den Relegationsplatz mitspielen. Die neuformierte Viererkette, die in dieser Saison so noch nie zusammengespielt hatte, offenbarte anfangs einige Abstimmungsprobleme. Mit der Zeit bekamen die Hanseaten das Spiel aber immer besser in den Griff und gingen in der 29. Minute durch Pascal Breier in Führung. Der 26-Jährige erzielte im Doppelpass mit Fabian Holthaus sein fünftes Saisontor. Das Tor war der Brustlöser für die Kogge, bei der es bis zur Pause fortan besser lief.

"Froh, dass wir Bock umstoßen konnten!"

Kurz nachdem Wiesbaden selbst den Ausgleich hätte machen können (67. Min.), kamen die Rostocker erneut gefährlich vor das Tor von Gäste-Keeper Kolke. Wieder war es Breier, der den Pass auf Lukas Scherff einleitete und Stefan Wannenwetsch der einen Abpraller ausnutzte und auf 2:0 erhöhte. "Wir sind alle sehr froh, dass wir den Bock umstoßen konnten", erklärte Wannenwetsch erleichtert nach dem Schlusspfiff. Der 26-Jährige rotierte während des Spiels vom defensiven Mittelfeld über die Sturmspitze nach Rechtsaußen. Nur ein Beispiel wie oft Dotchev umstellen und aufgrund der schmalen Personaldecke improvisieren musste. Aber auch dem Fußballlehrer fiel sichtlich ein Stein vom Herzen: "Ende gut, alles gut", freute er sich nach dem 15. Saisonsieg. "Wir hatten eine schwierige Phase, in der wir immer viel Aufwand betrieben haben, uns aber nie belohnt haben. Dass wir hier heute vor den eigenen Fans gewinnen, ist einfach sensationell."

Gnadenlose Effektivität Schlüssel zum Erfolg

Die schwierige Phase der Hanseaten dauerte fast zwei Monate, in der der Kogge kein Sieg in einem Ligaspiel gelang. Eine Durststrecke, die nicht nur Nerven raubte, sondern sich auch in den Köpfen breit machte. "Es war zuletzt wirklich sehr zäh vom Kopf her", so Dotchev. Viel Aufwand und wenig Ertrag hieß es meist nach Abpfiff für den FCH. Gegen Wiesbaden wendete sich nun das Blatt. Hansa agierte an diesem Nachmittag gnadenlos effektiv und nahm die drei Zähler dankend an. "Vielleicht haben wir heute ein wenig Glück gehabt, dem würde ich nicht widersprechen. Aber zuvor hatten wir neun Spiele Pech", erklärte Dotchev. "Deshalb nehme ich diesen Sieg heute gerne mit und freue mich für die Jungs.“ In der Tabelle belegen die Rostocker mit 55 Punkten nun den fünften Rang.

   
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