Nachspielzeit zum 35. Spieltag: Marko Pantelic und Abwehriegel

Diesmal geht es um Marko Pantelic, GeYer Sturzflug und harte Abwehriegel. Alles eine Frage der Effizienz – Werder Bremen II vs VfL Osnabrück 0:2: 2,5 Chancen, 2 Tore – die Chancenverwertung des VfL Osnabrück ließ sich sehen! Auf der anderen Seite muss man den bereits abgestiegenen Bremern ein Kompliment machen, da sie sich nicht kampflos ergaben, ganz im Gegenteil: Wäre da nicht der Hauptgrund für den letzten Platz in der Tabelle, nämlich die haarsträubende Abschlussschwäche, hätten die Werderaner die Partie nicht verloren. Hennings und Kachunga besorgten also die Treffer für Osnabrück und beförderten die Lila-Weißen auf Platz 9 (49 Punkte).

Bremens U23 bleibt natürlich mit 22 Punkten auf dem letzten Platz, aber nach dieser Leistung darf man nicht davon ausgehen, dass die Grün-Weißen in den verbleibenden drei Begegnungen etwas zu verschenken haben.

3.Liga – Preußen ist dabei: Preußen Münster vs 1.FC Saarbrücken 1:0

„Wohl dem der einen Sieger(t)-Typen hat“ könnte ebenfalls das Motto dieses Spiels lauten: Das Tor des Tages erzielte Benjamin Siegert in der 51. Minute und entledigte auf diese Weise seinen Verein fast aller Abstiegssorgen. Bei den ausstehenden drei Partien haben die Münsteraner nun mit 47 Punkten neun Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone – genauso wie die Saarbrücker, die allerdings das bessere Torverhältnis aufweisen. In der Tabelle belegen die beiden Clubs nun die Plätze 10 und 11.

Für die restliche Spielzeit geht es für Münster und Saarbücken nun darum, bei den Zuschauern dieses eine ganz bestimmte Gefühl nicht aufkommen zu lassen – wie war das noch mal…ah ja (http://www.youtube.com/watch?v=1mA9e_usPOk).

Der fast-doppelte-Malura: 1.FC Heidenheim vs Wacker Burghausen 1:1

Heidenheims Abwehrspieler Dennis Malura besorgte nach einer präzisen Flanke in der elften Minute das 1:0. Wenig später hätte er in einer fast identischen Situation wieder getroffen, diesmal fehlte aber das Glück. So erzielte Senesie in der 83. Minute noch per Kopf den Ausgleich und sorgte damit für das insgesamt 18. (!) Unentschieden seines Teams. Beide Mannschaften verpassten indes mit dieser Punkteteilung Druck auf den Chemnitzer FC auszuüben: Der 1.FCH steht mit 53 Punkten auf dem sechsten Rang, Wacker Burghausen ist einen Rang höher zu finden (54 Zähler).

Der Funken Hoffnung: FC Carl Zeiss Jena vs SV Darmstadt 98 2:1

Das Spiel begann aufregend – nach 4 Minuten stand es schon 1:1. Pichinot traf für Jena nach 17 Sekunden und Darmstadts Beisel egalisierte kurze Zeit später per Kopf.

Kurz vor der Pause besann sich Jan Simak auf seine Qualitäten und markierte in bester Marko Pantelic-Manier das 2:1. Trotz einer roten Karte für Kopfnuss-Verteiler Zinedine Ramaj schafften es die 98er nicht, das Ruder noch einmal herumzureißen und fallen nach zuletzt sechs ungeschlagenen Partien auf Platz 14 (42 Punkte). Jena hingegen muss mit 35 Zählern auf Platz 19 liegend noch immer fünf Punkte gut machen. Doch der Funken Hoffnung ist nach dem kämpferischen Sieg noch immer am glimmen.

„Es gibt keinen Grund für eine Verkrampfung“: Chemnitzer FC vs SV Wehen-Wiesbaden 1:1

Gerd Schädlich wunderte sich nach dem Remis seiner Chemnitzer gegen Wehen-Wiesbaden, dass seine Mannschaft erst nach dem Gegentreffer aufgewacht ist. In der Tat, Torchancen blieben weitestgehend Mangelware, allerdings gegen einen Gegner, der sich zum Ende der Saison allmählich wieder auf seine eigentliche Qualität besinnt. Die Führung durch Ledgerwood war bis zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient, doch dann kam Chemnitz auf und Simon Tüting erzielte den Ausgleich. Schädlich lebt durch das oben genannte Zitat seine Sichtweise vor – Die Himmelblauen haben schon jetzt sehr viel erreicht und können eigentlich nur gewinnen. Der dritte Tabellenplatz ist noch in Chemnitzer Hand (55 Punkte), der SVWW rangiert auf dem 16.Rang (40 Pkt).

Klauß und Klauß: SpVgg Unterhaching vs Jahn Regensburg 2:3

In einem packenden Spiel, in der die Hachinger dem Favoriten in nichts nachstanden, ging der Jahn aufgrund der besseren Chancenverwertung als Sieger vom Platz. Nach den zwei Toren von Michael Klauß sowie dem Tor von Amachaibou, war es Regensburgs Hein, der mit einem Freistoß das 3:1 für den SSV erzielte. Unterhaching kam durch Thiel zwar noch einmal heran, aber das Tor blieb vernagelt. Mit diesem Sieg schieben sich die Regensburger auf den vierten Platz vor (54Pkt). Die SpVgg steht mit 41 Zählern auf dem 15. Rang.

Tor-Engel: SV Babelsberg 03 vs VfR Aalen 2:0

Den Aalenern scheint auf den letzten Metern etwas die Luft auszugehen: Auch beim abstiegsbedrohten SV Babelsberg ging man nicht als Sieger vom Platz, im Gegenteil, alle drei Punkte blieben in Brandenburg. Hauptverantwortlich war Stürmer Dominik Stroh-Engel, der die beiden Tore erzielen konnte. Dieser Erfolg ist ein starkes Lebenszeichen der Mannschaft von Dietmar Demuth, nach den zuletzt eher enttäuschenden Leistungen. Der VfR Aalen dagegen kann sich glücklich schätzen, dass die Verfolger teilweise Punkte haben liegen lassen: nMan belegt immer noch den zweiten Rang (60Pkt) – 5 Zähler Vorsprung bei drei ausstehenden Spielen, das ist dennoch ein gutes Polster. Die Filmstädter springen mit diesem Sieg auf Platz 17 (40Pkt) und haben es nun wieder selbst in der Hand.

Das Glück des Tüchtigen: SV Sandhausen vs VfB Stuttgart II 1:0

Das kurioseste Tor fiel ohne jeden Zweifel im Hardtwaldstadion in Sandhausen: In der 73. Minute schoss Tim Danneberg das Schienbein von VfB-Verteidiger Geyer an und der Ball fiel aus guten 20 Metern quasi im GeYer Sturzflugüber den armen Torhüter André Weis ins Tor. Verdient war dieses Tor aber allemal, den der Wille aufzusteigen, war den Kurpfälzern über die gesamte Spielzeit anzumerken – nur Torwart Weis war immer zur Stelle. Der SVS bleibt Erster mit 63 Punkten, der VfB II ist mit 45 Punkten Zwölfter.

 

Rot-Weiß gegen Rot und Weiß: Kickers Offenbach vs Rot-Weiß Erfurt 2:0

Durch den Erfolg im Verfolgerduell hat der OFC seine letzte Chance genutzt und den Anschluss nach oben hergestellt. Die zahlreich angereisten Erfurter Fans mussten die Tore von Vogler und Rathgeber und dazu noch eine wenig motivierte Leistung ihres Teams erleben. Bis auf eine Chance von Marcel Reichwein war das eine schwächere Partie von RWE. In der Tabelle wirkt sich dieses Ergebnis wie folgt aus: Der OFC überholt Erfurt und ist nun Siebter und hat drei Punkte Rückstand auf Chemnitz (52Pkt). RWE ist mit 50 Zählern Achter.

 

Harter Abwehriegel: Rot-Weiß Oberhausen vs Arminia Bielefeld 0:1

Manuel Hornigs Treffer reichte den Bielefeldern – 1:0 gegen RWO. Die Mannschaft von Mario Basler belagerte zwar in wahrer Stronghold -Manier den gegnerischen Strafraum, doch die Bielefelder Abwehr hielt. Basler machte seinem Team dann auch keinen Vorwurf und blickte auf das nächste, vermutlich entscheidende Spiel gegen Wehen-Wiesbaden. Arminia-Coach Kramer zollte seinem Team Respekt sich nach der Klatsche in Unterhaching so besonnen zu haben. Bielefeld steht nun auf dem dreizehnten Platz und weist sechs Punkte Abstand zu Oberhausen auf, die mit 38 Zählern auf Rang 18 weilen.

 

Gewinner des Spieltages:

Dominik Stroh-Engel hat quasi im Alleingang den hohen Favoriten besiegt und seiner Mannschaft so die so wichtigen drei Punkte gesichert.

 

Verlierer des Spieltages:

Rot-Weiß. RWO’s Serie riss und rutschte so auf Rang 18 ab – RWE muss sich wohl mit einem weiteren Jahr dritter Liga anfreunden.

 

FOTO: Flohre Fotografie

 

 

 

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