Nachlizenzierung: DFB gibt Carl Zeiss Jena grünes Licht

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Rein sportlich blickt der FC Carl Zeiss Jena nach zehn Gegentoren aus den letzten beiden Spielen auf einen bisher rauen Winter zurück, doch zumindest finanziell gab es nun gute Nachrichten.

Finanzielle Situation bleibt angespannt

So hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den Thüringern im Rahmen der Nachlizenzierung grünes Licht erteilt – und zwar ohne Auflagen. "Wir haben ein entsprechendes Schreiben erhalten", bestätigt Geschäftsführer Chris Förster in der "Ostthüringer Zeitung". Dennoch bliebt die finanzielle Situation insgesamt angespannt, denn laut Förster habe der FCC die vergangene Saison mit einem Verlust abgeschlossen. Nur aufgrund eines Darlehensverzichts von Anteilseigner Roland Duchatelet in Höhe von zwei Millionen Euro stünde in der Bilanz ein Gewinn. "Roland Duchatelet bringt uns als Gesellschafter Sicherheit. Unser Ziel ist aber, die Einnahmen weiter zu steigern", sagt Förster.

Insgesamt hat Duchatelet den Thüringern bereits Darlehen in Höhe von vier Millionen Euro erlassen. Schon vor einem Jahr verzichtete der belgische Geschäftsmann, der seit 2014 genau 49,98 Prozent der Stimmrechte an der FC Carl Zeiss Jena Fußball Spielbetriebs GmbH hält, auf zwei Millionen Euro. So konnte Carl Zeiss Jena das Geschäftsjahr 2016/17 mit einem Gewinn abschließen, ohne den Investor hätte sonst ein Verlust von 1,4 Millionen Euro zu Buche gestanden. Ab der Saison 2019/20 will der FCC einen ausgeglichenen Haushalt auf die Beine stellen.

FCC braucht höhere Sponsoring-Einnahmen

Dafür sind die Thüringer allerdings auf höhere Sponsoring-Einnahmen angewiesen. "Hier liegen wir noch deutlich unter dem Durchschnitt der Drittligisten", betont Förster. Demnach habe Jena in der vergangenen Saison lediglich 1,5 Millionen Euro erwirtschaftet – der Liga-Schnitt liegt in der aktuellen Spielzeit bei rund 3,2 Millionen Euro. Der FCC hofft derweil auf Erträge in Höhe von zwei Millionen Euro. "Diese Lücke von einer Million Euro zum Ligaschnitt müssen wir künftig schließen“, sagt Förster, der derzeit 160 Unternehmen hinter dem FCC weiß. "Unser Ziel ist, mehr in die Breite zu gehen." Eine sportlich erfolgreiche Mannschaft könnte ihren Beitrag dazu leisten.

   
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