Nach viertem Sieg in Folge: Wiesbaden klopft wieder oben an

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Mit dem 3:2-Sieg bei Eintracht Braunschweig hat sich der SV Wehen Wiesbaden den ersten Tabellenplatz gesichert – zumindest in der Rückrundentabelle. In der Gesamtbetrachtung befindet sich das Team von Rüdiger Rehm mit nur zwei Punkten Rückstand auf Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen. Der Spaß ist zurück beim SVWW.

Vier Siege aus vier Spielen

Niklas Schmidt trat nach genau einer Stunde Spielzeit zum Elfmeter an und verwandelte zur zwischenzeitlichen 3:1-Führung für den SV Wehen Wiesbaden. Die Leihgabe von Werder Bremen legte anschließend ein heißes Solo auf das Parkett, feierte seinen Treffer mit einem kleinen Tänzchen. "Manchmal mache ich das in der Kabine aus Spaß, wenn Musik läuft oder ein guter Song kommt", erklärte der 20-Jährige im Vereins-TV. Er habe sich vorgenommen, das auch bei seinem nächsten Treffer zu machen, gegen Eintracht Braunschweig war es dann soweit.

Der Spaß ist zurück bei Wehen Wiesbaden, das nach nur einem Sieg und vier Niederlagen in den ersten sechs Saisonspielen wenig zu lachen hatte. Die Rückrunde begann dagegen deutlich wirkungsvoller, aus den vier Rückspielen gegen Aalen, Cottbus, Rostock und eben Braunschweig holte das Team um Tänzer Schmidt die volle Punktzahl. In der packenden Partie gegen die Niedersachsen war trotzdem nicht alles Gold, was glänzte: "Vielleicht ging manchmal das Spielerische ein bisschen flöten", erkannte auch der Elfmeterschütze nach dem Spiel, dass der 3:2-Sieg nicht selbstverständlich war.

"Solange wir selber drei schießen"

Dieser Ansicht war auch Innenverteidiger Sascha Mockenhaupt, der sein Team nach 17 Minuten per Kopf in Führung brachte: "Gegen Braunschweig kann man mal zwei Tore kassieren." Es sei alles in Ordnung, "solange wir selber drei schießen." Das war im aufreibenden Match gegen die Eintracht auch nötig, denn trotz des vorletzten Tabellenplatzes lieferten die Löwen ein Duell auf Augenhöhe. Die Wiesbadener haben allerdings nicht mit der unteren Tabellenregion zu schaffen – dank des Sieges kann nun wieder nach oben geschielt werden.

Hinten raus könne allerdings noch alles passieren, deswegen sei Mockenhaupt auch "generell kein Freund der Tabelle." Nach 23 Spielen befindet sich der SVWW jedoch in einer guten Ausgangslage, nur zwei Punkte trennen die Hessen vom dritten Platz. "Klar, man bekommt die Ergebnisse natürlich mit", wusste auch der Abwehrmann, dass keines der drei Spitzenteams zuvor dreifach gepunktet hatte. "Man denkt sich schon: Heute nochmal ein Dreier wäre einfach absolut wichtig", so Mockenhaupt – und die fuhr Wiesbaden auch ein.

   

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