Nach Tumulten: Carl Zeiss Jena kritisiert die Fans

Sieben Menschen wurden bei den Ausschreitungen nach dem Spiel zwischen Carl Zeiss Jena und dem FSV Zwickau am Montagabend verletzt, DFB und Polizei ermitteln. Der FCC kritisiert die Fans, die wiederum Kritik an der Polizei üben.

"Keine Entschuldigung für Fehlverhalten"

Auch drei Tage nach den Geschehnissen im unmittelbaren Anschluss an die Partie ist weiterhin nicht ganz klar, was die Tumulte zwischen den beiden Fanlagern auslöste. War es eine Leuchtspur, die aus dem Gästeblock in den angrenzenden Block der FCC-Ultras abgefeuert wurde? Oder fühlten sich die Zwickauer Anhänger durch ein Spruchband der Jenaer Anhänger mit der Aufschrift "Mit 30 Leuten nach Meppen, mit 90 zu Dynamo bei Hertha" provoziert?

Klar ist nur: Beim FCC ist man auf die Vorfälle am Montagabend nicht gut zu sprechen: "Die Geschehnisse nach Spielende schaden den Clubs, deren Fans und generell dem Fußball", sagte Vereinssprecher Andreas Trautmann der "Ostthüringer Zeitung". Dabei sei die Anzahl der Ordner um 149 Personen im Vergleich zu Spielen vergleichbarer Kategorie erhöht worden. Auch die Einlasskontrollen seien verschärft worden. Verhindert werden konnten die Tumulte dennoch nicht, was aber auch an der bauliche Situation des Stadions liegt. Schließlich grenzen beide Fanblöcke direkt aneinander. "Dies ist jedoch keine Entschuldigung für Fehlverhalten", so Trautmann. Der FCC will nun das Gespräch mit der Fanszene suchen.

"Überhartes Einschreiten" der Polizei?

Diese wiederum beklagt gegenüber der Zeitung ein "überhartes Einschreiten" der Polizei: "Die Fans befanden sich schon auf dem freiwilligen Rückzug. Die Einsatzkräfte haben mit dem Stock auf Kopf und Oberkörper geschlagen." Entsprechend seien Anzeigen gegen die Polizei erstattet worden, heißt es.

Uneinigkeit herrscht derweil darüber, wie es zu den Verletzen kam. Die Fans betonen, dass der Einsatz der Polizei dafür verantwortlich gewesen sei, während die Einsatzkräfte davon ausgehen, "dass die Verletzungen auf die körperliche Auseinandersetzung der Fangruppen zurückgehen". Die Geschehnisse werden den FCC und den FSV Zwickau noch länger beschäftigen, zumal beide Klubs mit einer Geldstrafe seitens des DFB rechnen müssen. Der Kontrollausschuss hat bereits entsprechende Ermittlungen aufgenommen.

   
  • Daniel M.

    "…bauliche Situation" Dann muss diese gefälligst geändert werden. Das ist nicht der erste Vorfall dieser Art.
    Unglaublich.

    • Lorenz M

      Dann mach ein Vorschlag wie es geändert werden soll..

      • Tfv

        Die Bude zumachen oder zurück auf den Hasenhügel

      • Daniel M.

        Das ist gar nicht meine Aufgabe. Als erstes hat der Fanblock der Heimmannschaft zu verschwinden.

    • cuauthemoc

      Sehe ich genauso. Gefühlt einmal pro Saison tummelt sich in diesem abgeranzten Stadion die Krabbelgruppe des Sozialpädagogen Stein im Innenraum. Und die Althools von der Tribüne machen mit in Richtung Innenraum Gästeblock oder entgleisen komplett am Spielertunnel. Da flogen ja auch schon Stühle Richtung Schiris. Es gibt – glaube außer Rostock – kein Stadion in den Ligen 1-4, bei denen der Gästeblock direkt neben der Heimfankurve ist. Und nicht nur einmal habe ich dort gesehen, wie diese Ultrakrabbelgruppe vor dem Spiel den Block betritt und als erstes erstmal über die Zäune steigt in den Innenraum und Richtung Gästeblock will. Räumlich ist das dort möglich, diese Kurve wo anders hin zu verfrachten. Ans andere Ende der Gegengeraden. Aber da fehlt es den Verantwortlichen des FCC an den Eiern, das gegen die eigenen Ultras durchzusetzen. Dann wäre da auch Ruhe.

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