Nach Pleite in Münster: Kwasniok bittet Fans um Geduld

In Münster verlor der FC Carl Zeiss Jena auch das zweite Spiel der neuen Saison und machte den Fehlstart damit perfekt. Trainer Lukas Kwasniok sprach im Nachgang der Partie von einer "akzeptablen Niederlage" und bittet die Fans um Geduld. Weil nicht alles schlecht war – nur teilweise.

"Sehr gute und unterirdische Phasen"

Christian Streich hat als Cheftrainer des SC Freiburg bereits viele Höhen und Tiefen im Profi-Fußball erlebt und geht nun mit dem Klub in seine neunte Amtszeit – trotz eines Abstieges zwischendurch. Eine solche Geduld wünscht sich Trainer Lukas Kwasniok im übertragenen Sinne auch in Jena: "Das wird am Dienstag auch nicht leichter. Ich bitte die Fans des FC Carl Zeiss die Geduld zu bewahren, ein bisschen nach Freiburg zu schielen, und sich nicht von den Ergebnissen blenden zu lassen."

Die Worte des FCC-Trainers fielen in der Pressekonferenz nach der 0:2-Niederlage seiner Mannschaft bei Preußen Münster, die Thüringer starten dadurch mit zwei Niederlagen in die neue Saison. Klar: Jenas Startelf bestand am Samstag aus sieben Neuzugängen, Rhythmus und Eingespieltheit können nach 180 Minuten noch nicht erwartet werden. Aber auch Kwansiok ordnet das Spielgeschehen am Mikrofon der "Telekom" realistisch ein: "Wir hatten sehr gute Phasen dabei und dann auch, so muss man das sagen, unterirdische Phasen."

Kwasniok sieht langen Weg

Kwasniok sah ein "wildes Spiel" mit vielen Torchancen, aber auch mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. "Wir kommen aus der Halbzeitpause raus und verteidigen einmal ganz, ganz schlecht über das ganze Feld", sprach der 38-Jährige den Knackpunkt des Spiels an, der zu einem Bruch in der Spielweise führte. "Du musst anlaufen und versuchen, versuchen, versuchen und du schaffst es nicht", sah der Fußballlehrer eine bemühte, aber nicht erfolgreiche Mannschaft.

"Dann kann man diese Niederlage auch so akzeptieren", stellte Kwasniok am Ende seine Analyse fest, denn Münster habe das Spiel einfach besser gemacht und sei damit auch verdient als Sieger vom Platz gegangen. In den nächsten Tagen willder FCC-Coach dann wieder dafür sorgen, dass sich seine Mannschaft den Sieg verdient. "Der Weg, den wir beschreiten, wird noch ein ganz, ganz langer", warnte Kwasniok allerdings vor, dass sich die Ergebnisse nicht mit einem Fingerschnippen umlegen lassen. Geduld ist in Thüringen gefordert, denn um auf Christian Streich aufzuschließen, braucht Kwasniok vor allem eines: Zeit. Am Dienstag (19 Uhr) trifft Jena auf Tabellenführer Braunschweig.

Günther-Schmidt feiert Comeback

Einer, der nach zwei Niederlagen für die Wende sorgten könnte, ist Julian Günther-Schmidt. Am Samstag stand der Stürmer erstmals seit Dezember 2018 wieder für 20 Minuten auf dem Platz, nachdem er in den vergangenen Monaten mit Problemen am Schambein zu kämpfen hatte. "Ich bin unglaublich glücklich. Es war eine sehr lange Leidenszeit und ich habe wirklich gebrannt, endlich wieder auf dem Platz stehen zu dürfte", sagte er der "Bild"-Zeitung. Schmerzen hat der 24-Jährige nach eigener Aussage nicht mehr: "Ich bin froh, dass ich im Spiel sofort gespürt habe, dass es geht." Geht es mit einem fitten Günther-Schmidt beim FCC nun wieder bergauf?

   
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