Nach Nullnummer: Dotchev beklagt Müdigkeit in den Köpfen

Zum Abschluss der Englischen Woche trennten sich der F.C. Hansa Rostock und der FC Carl Zeiss Jena vor 15.000 Zuschauern im Ostseestadion mit einem torlosen Unentschieden. Für die Hanseaten war es bereits die elfte Partie in dieser Saison ohne einen eigenen Treffer.

Partie ohne Höhepunkte – gerechtes 0:0

Es war ein niveauarmes Spiel ohne Höhepunkte, bei dem Jena wie erwartet mit einem frühen Gegenpressing agierte. Hansa, mit gleich fünf Veränderungen in der Startelf gegenüber zur Großaspach-Partie, verzeichnete in der 45. Minute die erste wirklich nennenswerte Chance. Stürmer Tim Väyrynen, der den Vorzug vor Pascal Breier erhalten hatte, verpasste nur knapp eine Hereingabe von Soufian Benyamina. Gleiches Bild in Halbzeit zwei: Beide Teams präsentierten sich weitestgehend harmlos – bis zur Nachspielzeit, in der Hansa die vermutlich beste Chance des Spiels hatte. Nach einer Ecke landete die Kugel auf dem Fuß von Stefan Wannenwetsch, der aus kurzer Distanz abzog. Gäste-Keeper Coppens sicherte jedoch mit einer guten Reaktion den Thüringern den Punkt.

Letztes Quäntchen Glück fehlt weiterhin

Das Glück erzwingen, so lautete die Devise von Hansa-Trainer Pavel Dotchev vor der Partie. So ganz dingfest konnten die Rostocker das Quäntchen Glück an diesem Nachmittag dann doch nicht machen. "Man hat gesehen, dass wir wollten. Aber dieses letzte Glück im Spiel fehlt", erklärte Oliver Hüsing bei Hansa-TV. "Aber ich bin mir sicher, wenn wir so auftreten wie heute oder wie auch schon in Großaspach, dann kommt es auch schnell wieder.“ Viel Aufwand, wenig Ertrag – so sah es auch Dotchev: "Wir haben viel Aufwand betrieben, aber am Ende stehen wir wieder mit leeren Händen da. Es ist weder Fisch noch Fleisch", so der Übungsleiter, der mit der Punkteteilung nicht zufrieden war.

Hansa zu müde im Kopf?

Der Wurm ist drin bei Hansa – nicht nur in den Beinen, sondern auch in den Köpfen. Der Knackpunkt hierbei sicherlich die erste Englische Woche im März und die vergebenen Punkte in Bremen, Zwickau und gegen Paderborn. Am Ende entschieden immer ein paar Prozente über Sieg oder Niederlage. "Es ist natürlich ein wenig in den Köpfen drin, wenn du da deine Felle davon schwimmen siehst“, so Hüsing. "Diese Müdigkeit im Kopf gibt uns derzeit kein Selbstvertrauen", erklärte auch Dotchev. Hansa, Anfang des Monats noch in unmittelbarer Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen, büßte binnen drei Wochen neun Zähler ein. Das Positive: Die Englischen Wochen sind für die Rostocker nun erst einmal beendet und der normale Trainingsalltag und Spielbetrieb können wieder aufgenommen werden. "Wir hatten ein sehr enges Programm und oft nicht die Möglichkeit, uns normal aus die Spiele vorzubereiten“, so Dotchev. Am kommenden Samstag stehen die siebte und zugleich auch die letzte Begegnung im März für die Hanseaten an. Auswärts tritt Hansa beim VfL Osnabrück an. "Ich hoffe, dass wir diese normale Woche nutzen und in Osnabrück punkten können“, forderte Dotchev.

   
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