Nach Leistung ohne Ertrag: FCK will wieder Punkte holen

Auf dem Betzenberg will der 1. FC Kaiserslautern wieder gewinnen, daran gibt es vor der Partie gegen Preußen Münster keine Zweifel. Cheftrainer Boris Schommers schätzt dabei die Auffassungsgabe seiner Spieler und die Unterstützung von den Rängen, die ihm sein persönliches Ärgernis über die letzten beiden Ligaspiele nehmen soll.

"Dann wurmt mich das"

"Wenn der Gegner besser ist, dann muss man das anerkennen und gratulieren", teilte Boris Schommers seine Auffassung eines fairen Sportmannes in der Pressekonferenz der Roten Teufel vor dem Spiel gegen Münster offen mit. Problem ist nur, dass das einzig auf das Pokalmatch gegen Düsseldorf zutrifft: "Wir waren in den beiden Liga-Spielen die deutlich bessere Mannschaft und dann hast du es eigentlich verdient, zu gewinnen. Wenn du dann nicht den maximalen Ertrag hast, dann wurmt mich das und spornt mich an."

Deswegen soll das Ergebnis gegen Preußen Münster wieder ein anderes sein, gegen die Kellerkinder aus dem Münsterland soll für den 1. FC Kaiserslautern wieder ein Sieg her. "Wir wollen an die guten Leistungen anknüpfen, aber auch den Ertrag holen", versprach Schommers vor der Partie und forderte von seiner Mannschaft, dass sie nur auf sich schauen und die Tugenden der Vergangenheit bringen soll. Nach der guten Leistung im Pokalspiel gegen Düsseldorf darf es keinen Abfall geben: "Die Mannschaft kann es realistisch einschätzen und gut reflektieren."

Keine Vorteile für Ex-Coach

Zwei gute Halbzeiten habe man gesehen, jeweils aber von einer anderen Mannschaft. Das soll aber nicht an den Betzebuben nagen: "Über 90 Minuten haben wir dann zwar einen Klassenunterschied gesehen, aber das muss man akzeptieren. Es gibt keinerlei Nachwehen, die Jungs freuen sich auf das nächste Heimspiel." Einzig der mögliche Ausfall von Timmy Thiele (leichte Gehirnerschütterung) und Lucas Röser (Sprunggelenksverletzung) beschäftigte Schommers noch zwei Tage nach dem Pokalhit: "Ich werde einen Spieler, nicht 100 Prozent fit ist, nicht mit in den Kader nehmen."

Beim SCP wartet nun mit Sascha Hildmann ein alter Bekannter, der gebürtige Lautrer saß beim Hinrunden-Match zwischen den beiden Vereinen noch auf der Betze-Bank. Damals gewann Münster in der letzten Minute. "Grundsätzlich kann ich verstehen, dass Hildes Herzblut an dem Verein hängt. Er kennt die Spieler, aber er weiß nicht, mit welcher Taktik und Ausrichtung wir spielen", verspürte Schommers keine Angst, dass sich der Ex-Coach seine Vorteile aus dem Insiderwissen ziehen kann. Der Matchplan des 41-Jährigen stand derweil schon: "Münster wird nicht ins offene Messer laufen, sondern aus einer Kompaktheit heraus angreifen. Wir wollen ihnen unser Spiel aufzwingen und schauen, wie sie darauf reagieren werden." Wie sich das auf dem Feld abzeichnen wird, wird die Partie am Samstag (14 Uhr) zeigen.

   
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