Nach erster Pleite: Kwasniok moniert fehlende Reife

Ausgerechnet im Duell der Aufsteiger kassierte der 1. FC Saarbrücken seine erste Saisonniederlage. Beim 1:2 gegen Verl patzte Torhüter Daniel Batz ganz erheblich, zudem fehlte den Saarländern am Ende etwas die Frische. Trainer Lukas Kwasniok sah die Gründe für der Niederlage hinterher trotzdem in einem weiteren Punkt und wollte die Pleite nicht allzu hoch hängen. 

Saarbrücken macht Verl das Toreschießen zu leicht

Beinahe hätte es für den 1. FC Saarbrücken auch gegen den SC Verl zu wenigstens einem Zähler gereicht, doch ein später Gegentreffer durch Routinier Zlatko Janjic (84.) fügte den Saarländern die erste Niederlage seit dem Aufstieg zu. Der 1. FCS muss die Tabellenführung damit an die Konkurrenz aus Rostock abgeben, hat aber noch ein Spiel weniger auf dem Konto als der Verein von der Ostsee. Für Trainer Lukas Kwasniok ist das aber erst einmal unerheblich, genau so wie der 39-Jährige die Niederlage nach dem Abpfiff auch gegenüber "MagentaSport" nicht allzu hoch hängen wollte. "Ich glaube, wir haben immer noch einen ganz ordentlichen Start hingelegt. Und ich glaube es war klar, dass wir jetzt nicht verlustpunktfrei durch die ganze Hinrunde marschieren", so Kwasniok.

Dennoch ärgerte sich der Coach der Hausherren natürlich über die zwei Gegentreffer, die man dem Gegner geradezu geschenkt habe. Insbesondere das 0:1 kam kurios daher, als Torhüter Daniel Batz nach einem langen Verler Befreiungsschlag aus seinem Kasten eilte und dem Torschützen Aygün Yildirim unglücklicherweise den Ball in den Fuß spielte (36.). "Unser Trainer verlangt, dass wir auch hinten fußballerisch Lösungen finden. Das ist mir heute eben in dieser Situation nicht gelungen", entschuldigte sich der 29-Jährige schließlich bei seiner Mannschaft für den Fehler, den er für sich aber schnell abgehakt hatte: "So ist Fußball. Mal ist man der Baum und mal ist man der Hund."

Frische fehlte

Zumal Saarbrücken auch zurück in die Begegnung fand und eine tolle Direktabnahme von Anthony Barylla (61.) zum 1:1-Ausgleich führte. Anschließend – gerade nach dem weiteren Gegentreffer kurz vor Schluss – wirkten die Gastgeber nach der Englischen Woche aber nicht mehr ganz so frisch und setzten Verl zu wenig unter Druck. "Wir hatten in beiden Spielen einen Tag weniger Pause. Natürlich macht sich das bemerkbar", meinte Kwasniok, sah aber in einem anderen Punkt eher den Grund für die Niederlage: "Die Bereitschaft, im Spiel die Wege, vor allem in Ballbesitz zu machen und gute Positionen einzunehmen, die war im ganzen Spiel leider nicht optimal."

Zudem zeige sich letztlich auch, dass man eben ein Aufsteiger sei, erklärte Kwasniok weiterhin: "Wenn eben schon eine gewisse Reife da wäre, dann nimmst du heute auch einen Punkt mit. Und das haben wir heute leider nicht geschafft." In dem Punkt dürfte es in dieser Saison aber immerhin mit ziemlicher Sicherheit weitere Fortschritte geben, denn die Erfahrung wird auch mit den weiteren Spielen kommen. Weitere Drittliga-Routine sammeln dürfen die Blau-Schwarzen schon am kommenden Samstag (14 Uhr). Dann geht es zum Auswärtsspiel gegen den KFC Uerdingen nach Düsseldorf. 

   
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