Nach erneuten Vorfällen: Cottbus droht drastische Strafe

Bis zur 50. Minute war die Welt von Energie Cottbus beim Spiel gegen den Halleschen FC am Samstag in Ordnung: Die Krämer-Elf lag mit 1:0 in Führung und hatte durchaus gute Möglichkeiten, als Sieger vom Platz zu gehen. Doch dann zündeten vermeintliche Cottbuser Fans Pyrotechnik und warfen sie zum Teil auch auf das Spielfeld. Schiedsrichter Wolfgang Stark musste die Partie für rund zwei Minuten unterbrechen, die Spieler versuchten die eigenen Anhänger zu beruhigen. Nach der Unterbrechung verlor Energie den Faden und musste sich am Ende mit 1:3 geschlagen geben. Neben den verlorenen Punkten droht dem FCE nun auch von anderer Seite Ungemach: Erst knapp 24 Stunden vor der Partie in Halle hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den FCE darauf hingewiesen, dass bei einem weiteren schwerwiegenden Vorfall ein Heimspiel unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt werden müsse. Und genau dies dürfte nun eintreten.

Drei Täter bereits gefasst

"Mir fehlen die Worte. Wir haben im Vorfeld extra darauf hingewiesen, dass wir eine Strafe bekommen werden", zeigte sich Präsident Wolfgang Neubert in der "Lausitzer Rundschau" geschockt. Immerhin: Laut der Zeitung wurden drei Täter aus dem Gästeblock bereits festgenommen. Ihnen droht nun nicht nur ein Stadionverbot, sondern auch ein zivilrechtlicher Prozess, bei dem die Kosten für die zu erwartende Strafe auf sie umgelegt werden könnte. Der Image-Schaden sowie ein mögliches Heimspiel unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit (betroffen wäre die Fantribüne der Cottbuser) bleiben aber trotzdem.

   
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