Nach Abstieg: In Erfurt bleiben die Zuschauer zu Hause

Die Luft ist raus bei Rot-Weiß Erfurt: Nach der Insolvenz und dem damit besiegelten Abstieg blieben zuletzt auch viele Fans dem Steigerwaldstadion fern. Dass im Saisonendspurt die große Unterstützung von den Rängen fehlt, hat sich die Mannschaft nach den schwachen Leistungen der vergangenen Wochen aber selber zuzuschreiben.

Nur 2.791 Zuschauer: Minuskulisse gegen Bremen

Gerade einmal 2.791 Zuschauer sahen am vergangenen Sonntag das Spiel von Rot-Weiß Erfurt gegen die Reserve von Werder Bremen und sorgten damit für eine Minuskulisse im Steigerwaldstadion. In der Vorwoche verließen dutzende Anhänger das Stadion sogar vorzeitig. Viele Fans der Thüringer dürften ihre Entscheidung zu Hause zu bleiben dabei wohl kaum bereut haben, ihr Team verlor gegen die Bremer sang- und klanglos mit 0:3 und blickt mittlerweile auf eine wirklich erschreckende Serie zurück. Die letzten fünf Spiele hat Erfurt alle verloren und kassierte dabei 18 Tore, ohne einmal auch nur selber erfolgreich zu sein. Zu Hause hieß es zuletzt sogar 0:5 gegen Chemnitz, 0:6 gegen Großaspach und nun eben 0:3 gegen die ebenfalls schon abgestiegenen Hansestädter.

Schlechtester Zuschauerschnitt seit Jahren

Kein Wunder also, dass in Erfurt mittlerweile die Fans wegbleiben, wobei fairerweise gesagt werden muss, dass Bremen selber auch nicht viele eigene Anhänger mitbrachte und daher zur Minuskulisse beitrug. Trotzdem lässt sich mit Blick auf die Zuschauerzahlen festhalten, dass in Erfurt in der Rückrunde weniger Fans ins Stadion kamen, als noch in der Hinrunde. Insgesamt wird der Verein diese Spielzeit sehr wahrscheinlich sogar mit dem geringsten Zuschauerschnitt seit 2012/2013 abschließen: In bisher 18 Heimspielen kamen 5099 Fans pro Partie, während es im vergangenen Jahr beispielsweise noch 5809 waren. Auch das letzte Heimspiel gegen die Würzburger Kickers wird hieran kaum noch etwas ändern, erst recht nicht, wenn die Leistungen auf dem Platz nicht besser werden.

   
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