Nach 1:1 gegen Chemnitz: Saibene kritisiert die Qualität

Auf dem Weg in die Spitzengruppe der Tabelle sucht der FC Ingolstadt weiterhin die Konstanz in seinen Leistungen. So gab es nach dem fulminanten Sieg in Großaspach gegen den Chemnitzer FC wieder nur ein Unentschieden, das bei den Schanzern schon fast einer Niederlage gleichkam.

"Natürlich enttäuschend"

Selten war Trainer Jeff Saibene vom FC Ingolstadt nach einem Punktgewinn verstimmter. "In den ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte haben wir das Spiel verloren, beziehungsweise nicht gewonnen", ärgerte sich der Trainer über den Auftritt seiner Mannschaft nach dem 1:1-Unentschieden gegen den Chemnitzer FC. Daraus machte der Luxemburger keinen Hehl: "Für uns war es natürlich enttäuschend. Wir hatten die erste Halbzeit im Griff, wir waren dominant, wir haben keine Chance zugelassen."

Was den Cheftrainer der Ingolstädter so sehr ärgert? Seine Mannschaft ist nach einem knappen Drittel der Saison noch immer auf der Suche nach Konstanz, nur der 5:1-Auswärtssieg in Großaspach sticht als Erfolgserlebnis aus den letzten Wochen heraus. "Unter dem Strich hatten wir zu viele Fehlpässe in den letzten 30 Metern, zu wenig Präzision, zu wenig Qualität", gestand der Fußballlehrer ein, der bei den Schanzern einen Unterschiedsspieler vermisst. Denn: "Spiele werden in den letzten 30 Metern entschieden. Das geht uns im Moment ab."

Kayas Dank an Bonga

Dass die Ingolstädter grundsätzlich über Spieler mit der entsprechenden Qualität verfügen, weiß auch Saibene. Einer davon hätte am Samstag Fatih Kaya sein können, der mit einem sehenswerten Distanzsschuss einnetzte. "Ich erwische ihn einfach perfekt. Ich bleibe oft nach dem Training auf dem Platz, um solche Situationen zu simulieren. Das ist ein Sonntagsschuss", hatte der 19-Jährige zuvor den Ernstfall geprobt, am Ende reichte sein Treffer aber nur zu einem Punkt. "Sehr ärgerlich, weil wir einfach jedes Spiel gewinnen wollen", schimpfte auch der Youngster am Mikrofon der "Telekom", der aber keine Negativität in die Mannschaft bringen wolle.

Ohnehin hätte er die Chance zum Sonntagsschuss beinahe verpasst, denn schon früh im Spiel war Kaya auf die Gnade von Schiedsrichter Marcel Gasteier angewiesen. Zuvor traf der Deutsch-Türke seinen Gegenspieler Tarsis Bonga mit gestrecktem Bein am Brustkorb. "Es gibt einige Schiedsrichter, die da auch Rot ziehen würde", wusste auch Kaya und versicherte: "Ich hab ihn nicht gesehen und mich direkt mehrmals entschuldigt. Eine sehr unglückliche Situation, aber in dem Moment hatte ich auch ein bisschen Glück." Darüber hinaus bedankte sich der Übeltäter bei seinem unfreiwilligen Kontrahenten, der nach dem Foul keine Szene machte: "Es gibt viele Gegner, die da auch liegen bleiben und mir die Hand verweigern. Deswegen auch ein Dank an Bonga." Es bleibt die Erkenntnis, dass wohl Bonga am Samstag den Unterschied für Kaya ausmachte, FCI-Coach Saibene aber noch auf den passenden Coup seiner Spieler warten muss. Gelingt dieser am Samstag gegen Kellerkind Münster?

   
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