Münster atmet durch: Erster Heimsieg über Werder Bremen II

Da fiel dem Großteil der 6.179 Zuschauer im Preußenstadion ein Stein vom Herzen: Im vierten Anlauf haben die Preußen den ersten Heimsieg der Saison 2015/2016 einfahren können. Doch auch der 3:1 (1:0)-Erfolg über den SV Werder Bremen II glich einem harten Stück Arbeit, denn trotz Unterzahl machten sich die Kicker von Ralf Loose das Leben selbst schwer.

Groß war die Erleichterung nach Abpfiff bei den Spielern des SCP – endlich drei Punkte daheim eingefahren, endlich mit den eigenen Anhängern feiern können. Was gegen Großaspach, Würzburg und Mainz 05 II noch mit zwei Unentschieden respektive einer Niederlage endete, war gegen die Reserve der Norddeutschen endlich gelungen: ein Heimsieg. Doch erst nachdem die Bremer in Person von Rafael Kazior Mitte der zweiten Halbzeit den Ausgleich erzielten, wachten die Preußen auf: "Der Ausgleich hat uns wirklich gut getan, hat neue Kräfte mobilisiert“, gab beispielsweise Preußen-Kapitän Amaury Bischoff nach dem Abpfiff zu Protokoll. Er war es auch, der nach nur 66 Sekunden einen Freistoß aus gut 20 Metern im Torwarteck versenkte – ein nicht unhaltbarer Ball von SVW-Keeper Tobias Duffner.

Adlerträger nach der Pause zu passiv

Der zweite Knackpunkt der Partie ereignete sich ebenfalls unter Beteiligung des Franzosen: In der Nachspielzeit der ersten 45 Minuten musste Marcel Hilßner mit der Gelb-Roten Karte frühzeitig unter die Dusche, er hatte innerhalb von weniger als zwei Minuten erst ein taktisches Foul gezogen und dann Bischoff mit einem harten Pressschlag abgeräumt. Dennoch wirkten die Adlerträger auch zu Beginn der zweiten Halbzeit kaum feldüberlegen, drängten zu wenig auf das zweite Tor. Erst eine gelungene Einzelaktion von Mehmet Kara ebnete den ersten Heimerfolg seit April des letzten Jahres – der Deutsch-Türke dribbelte sich von der linken Eckfahne bis in den Strafraum der Gäste und vollendete gekonnt in den rechten oberen Winkel. Nun kippte das Spiel endgültig auf die Seite der Münsteraner, die allein in den letzten zehn Minuten fünf hochkarätige Gelegenheiten auf die Erhöhung des Spielstandes besaßen.

Youngster Wiebe setzt Haken hinter den Sieg

Ausgerechnet dem eingewechselten Youngster Danilo Wiebe, der bis dato noch kein einziges Tor im Profifußball erzielt hatte, war dann die Entscheidung vergönnt: Aus knapp 18 Metern schlenzte er das Kunstleder ebenfalls in den rechten Knick – das dritte Traumtor an diesem Samstag. "Ich habe darüber gar nicht richtig nachgedacht“, gab der 21-Jährige nach Abpfiff zu, „ich hatte viel Zeit und habe dann Maß genommen. Das ist natürlich ein richtig schönes Gefühl – es ist aber nur ein Tor, mehr nicht“, gab sich der Neuzugang vom 1. FC Köln II bescheiden. Mit zwölf Punkten aus sieben Spielen hat der SCP durch zwei Erfolge binnen einer Woche letztendlich doch einen zufriedenstellenden Saisonstart hingelegt. Schon in der nächsten Woche wartet jedoch ein echter Prüfstein auf Trainer Ralf Loose und seine Spieler: Die Preußen reisen am kommenden Samstag zum Chemnitzer FC.

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