MSV will bei Derby gegen Essen mit "Wiedergutmachung" starten

Nach der Niederlage zum Auftakt empfängt der MSV Duisburg am Freitag (19 Uhr) im Derby Rot-Weiss Essen zum ersten Heimspiel der Saison. Die Vorfreude auf das Duell ist groß. Auch bei Moritz Stoppelkamp, der einst selber bei Essen gespielt hat. Der Kapitän erhofft sich eine wesentlich bessere Saison als es in den vergangenen beiden Jahren der Fall war.

"Es zählt für jeden nur das Spiel"

"Jeder, der sagt, es sei ein normales Spiel, der lügt", sagte Stoppelkamp, auf die Besonderheit der Partie angesprochen, bei der Pressekonferenz am Mittwoch. Der 35-Jährige spielte einst für den kommenden Gegner, war 2004 zu RWE gewechselt. 2008 – eine einjährige Leihe nach Erfurt inbegriffen – verließ er den Klub Richtung Oberhausen. "Es war damals ein guter Schritt, um mich weiter zu entwickeln", so Stoppelkamp über den Wechsel. "Ich war jung, da denkt man noch gar nicht über Sachen wie Derbys nach. Man ist einfach nur froh, Fußball zu spielen."

Dass das Derby vor voller Hütte und somit 28.200 Zuschauern stattfinden wird, müsse das Team "als Chance sehen", meinte der Routinier. Es ginge darum, "bei den Fans Kredit zurück zu gewinnen". Und die haben auch eine riesige Vorfreude auf das erste Punktspiel beider Teams seit 15 Jahren. "Ich weiß nicht, wie viele Nachrichten ich bekomme haben, ob ich noch jemanden eine Karte besorgen kann", erzählte der Offensivspieler. "Auch wenn ich einkaufen gehe, merke ich, es zählt für jeden nur noch das Spiel am Freitag."

"Klar unter dem Anspruch der Fans gespielt"

Der Zuspruch und die positive Resonanz bei den Anhängern sei groß, berichtete er. "Dementsprechend sollten wir motiviert in dieses Spiel gehen." Die frisch gestartete Saison solle "eine Art Wiedergutmachung sein". Denn in den vergangenen beiden Jahren hätte das Team "klar unter dem Anspruch der Fans gespielt. Der Verein hat etwas besseres verdient als den Abstiegskampf in der 3. Liga." Zwar seien die Erwartungen nun andere als nach dem knapp verpassten Aufstieg vor drei Jahren. "Trotzdem sollten wir alles daran setzen, dass der MSV eine viel ruhiger Saison spielt als in den letzten beiden Jahren."

Die 0:1-Niederlage beim VfL Osnabrück sei aufgearbeitet, so Trainer Torsten Ziegner. Defensiv arbeite das Team nun besser als noch an der Bremer Brücke. "Die Mannschaft hat verstanden, was es bedarf, um dem Gegner wenig zu gestatten, kompakt zu stehen, ohne passiv zu sein." Auch im Kreieren von Torchancen müssten die Zebras "besser werden. An diesen Themen haben wir in den letzten 14 Tagen gearbeitet. Wir sehen da im Training klare Fortschritte." Nun müsse das auf dem Platz umgesetzt werden. Nicht dabei sein werden Rolf Feltscher, Leroy Kwadwo, Julian Hettwer und Phillip König. Aziz Bouhaddouz ist nach auskurierten muskulären Problemen dagegen wieder eine Option, auch Kolja Pusch ist wieder fit.

   
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