MSV trotz Punkt nicht zufrieden: "Es war mehr drin"

Trotz eines Rückstandes kam der MSV Duisburg im Nachholspiel am Dienstagabend zu einem 1:1 beim Halleschen FC. Doch der Punkt hilft den Meiderichern im Abstiegskampf nur bedingt weiter. Trainer Pavel Dotchev ärgerte sich daher über das Ergebnis, war mit der Leistung seines Teams aber zufrieden. 

"Waren die drückende Mannschaft"

Pavel Dotchev musste kurz lachen, dann folgte die Antwort: "Das Ergebnis", sei es, das ihn am Dienstagabend nach dem 1:1 gegen den Halleschen FC am meisten ärgere, sagte der Trainer des MSV bei "MagentaSport". Denn der 55-Jährige war der Meinung, "dass wir mit etwas Glück auch hätten gewinnen können". Für den MSV "war mehr drin" als nur dieser eine Punkt, da waren sich Dotchev und die restlichen Beteiligten einig. So hat der MSV fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, hat aber eine Partie mehr absolviert. So richtig weitergeholfen hat das Remis an der Saale deshalb nicht im Kampf um den Klassenerhalt.

Was Dotchev, der in der Nachspielzeit wegen Reklamierens noch die gelbe Karte gesehen hatte, jedoch schon wesentlich positiver stimmte, war die Leistung seiner Profis: "Vor allem die Art und Weise wie die Mannschaft heute gekämpft hat", imponierte dem Deutsch-Bulgaren. "Was ich gegen Viktoria Köln vermisst habe, habe ich heute gesehen. Leider hat es die Mannschaft nicht geschafft, sich zu belohnen." Auch Verteidiger Dominic Volkmer habe "kein schlechtes Spiel" gesehen. "Wir waren in der ersten Halbzeit die drückende Mannschaft."

Faden verloren nach Platzverweis

Doch nach 33 Minuten war die MSV-Defensive unaufmerksam, nach einer Hereingabe in den Strafraum stand Jan Shcherbakovski frei und brachte die Hausherren in Führung. "Das 0:1 fällt fast aus dem Nichts, bis dahin haben wir kaum etwas zugelassen", ärgerte sich Dotchev. "Das ist zu einfach", kritisierte auch Volkmer, der noch am ehesten den Torschützen hätte attackieren können. "Ich sehe ihn in meinem Rücken gar nicht. Ich dachte, dass vorn einer schon den Ball wegspitzelt", sagte der 24-Jährige.

Trotz des nicht übermäßig vorhandenen Selbstvertrauens meldeten sich die Meidericher aber zurück und trafen durch Aziz Bouhaddouz (52.). "Nach dem Ausgleich haben wir das Spiel bestimmt, sind gut zurückgekommen", so Volkmer, der in der fünften Minute der Nachspielzeit per Kopf noch für den ganz späten Siegtreffer hätte sorgen können, aber zu ungenau abgeschlossen hatte: "Den muss ich machen." Dass in der Schlussphase aber ansonsten die Klarheit in den Aktionen gefehlt hatte, machte Dotchev auch an der gelb-roten Karte für Abräumer Wilson Kamavuaka fest, der nach einem Foul an HFC-Kapitän Jonas Nietfeld frühzeitig vom Platz musste. Immerhin hielt auch in Unterzahl die Stabilität beim MSV. "Wir als Mannschaft haben auch danach gezeigt, dass wir über die letzten Wochen ein Team geworden sind", war Volkmer stolz. Beim Heimspiel gegen Türkgücü München will der MSV daran anknüpfen – und möglichst wieder alle drei Zähler mitnehmen. Neben Kamavuaka wird dann allerdings auch Volkmer aufgrund seiner fünften gelben Karte fehlen.

   
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