MSV-Start ohne Personalsorgen: Zebras "scharren mit den Hufen"

Ab der ersten Sekunde an der Bremer Brücke wird der MSV Duisburg um einen besseren Saisonverlauf kämpfen, als es in den vergangenen Spielzeiten bei den Zebras der Fall war. Das versprach Cheftrainer Torsten Ziegner kurz vor dem Auftakt am Freitagabend (19 Uhr). Abgesehen von den Langzeitverletzten wird nur Julian Hettwer für die Partie ausfallen.

Testspiele als Schuss vor den Bug

Die Vorfreude beim Duisburger Übungsleiter steigt, weil er von der Qualität seiner Mannschaft überzeugt ist. Abgesehen von Rolf Feltscher (Innenbandriss) und Leroy Kwadwo (Hüftverletzung) stehen ihm nahezu alle Spieler für die erste Partie zur Verfügung – einzig Julian Hettwer meldete sich krankheitsbedingt ab. Ob Phillip König, der nach Corona-Erkrankung erstmals ins Mannschaftstraining einsteigen konnte, eine Option sein wird, bleibt offen. Dagegen äußerte sich Sebastian Mai zuversichtlich, dass die Physiotherapeuten ihn nach seinem ersten Einsatz bei der Generalprobe der Zebras rechtzeitig fit bekommen.

"Eine Personalie wie Sebastian Mai ist wichtig, weil sie der Mannschaft guttut. Er gewinnt alleine keine Spiele, aber Fußball ist ein Mannschaftssport und Mai kann auf dem Platz und in der Kabine mitreißen", freut sich Torsten Ziegner über den vielversprechenden Zustand seines neuen Abwehrchefs. Generell blickte der Übungsleiter positiv voraus – wohlwissend, dass gerade das Testspielwochenende gegen Düren (2:4) und Leverkusen (1:6) ernüchternd war. Ein Aufbäumen gab es dann beim "Cup der Traditionen". "Die Jung haben gut reagiert", zeigte sich Ziegner zuversichtlich, dass die Mannschaft den Ernst der Lage verstanden hatte. "Wenn es dieses Wochenende dazu gebraucht hat, dann ist das im Nachhinein für mich in Ordnung. Ich habe die Hoffnung, dass das für uns brauchbar war."

"Geht ab der ersten Sekunde los"

Mit Testspielergebnissen wollte sich Ziegner jedoch nicht länger aufhalten. Lieber fokussierte sich der Übungsleiter auf die Art und Weise seiner Mannschaft, die das Kribbeln vor dem Saisonstart verstärkt. "Wir schließen sechs Wochen Vorbereitung ab. Das ist eine extrem lange Zeit, aber wir haben diese Zeit auch gebraucht. Man merkt, dass die Spieler jetzt mit den Hufen scharren", verbildlichte Ziegner die Motivation der Zebras. "Wir glauben, dass wir ordentlich gerüstet sind und zum Punktspielstart auch eine Form und Stabilität in der Mannschaft haben."

Die Hoffnung ist daher groß, dass er MSV gestärkt in die neue Saison starten kann. Die Startelf habe Ziegner bereits im Kopf – genauso, wie auch seine Herangehensweise: "Wenn man in Osnabrück spielt, dann geht es ab der ersten Sekunde los. Dann wollen wir da sein und wach sein. Wir wollen nicht nur reagieren, sondern auch agieren. Uns nicht nur wehren und darauf hoffen, dass wir was mitnehmen." Eine Mentalität, die beim Duisburger Publikum durchaus Anklang findet – sofern es auf dem Platz erkennbar ist. Knapp 1.400 Fans werden den MSV an die Bremer Brücke begleiten.

MSV sucht "nicht zwingend" nach Stürmer

Einen neuen Stürmer werden die Anhänger der Zebras dort allerdings nicht sehen. Manuel Schäffler, der zuletzt beim MSV gehandelt wurde, wechselt zum Liga-Konkurrenten nach Dresden. Sport-Geschäftsführer Ralf Heskamp beteuerte, dass es "keine intensiven Gespräche" mit dem Mittelstürmer gegeben habe. Grundsätzlich bleibt der MSV geduldig bei der Suche, es sei "nicht zwingend". Doch Heskamp schob nach: "Ich will nichts ausschließen, aber wir haben keine Eile." Auf der Abgangsseite gab es derweil bislang keine Anfragen für Vincent Gembalies, der nach aktuellem Stand in Duisburg verbleibt.

   

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