MSV: Stadt Duisburg will offenbar Mehrheit am Stadion kaufen

Die Stadt Duisburg zeigt sich mit dem MSV solidarisch und wird aller Voraussicht nach mit 50,1 Prozent Mehrheitsanteilseigner an der Stadiongesellschaft der Schauinslandreisen-Arena. Dies berichtet der "Reviersport" am Dienstag. Mit einer überwiegenden Mehrheit habe der Rat am Montagabend dem Anteilszukauf von 16,8 Prozent (500.000 Euro) zugestimmt. Mit diesem Schritt und dem noch ausstehenden Schuldenschnitt könnte der MSV vorerst gerettet werden und auch in der kommenden Saison in der Dritten Liga spielen.

MSV kauft 13 Prozent-Anteil am Stadion

Das Verhältnis zwischen Stadt und der Führungsetage des Klubs ist jedoch angespannt. Am Freitag wurde bekannt, dass der finanziell arg angeschlagene Verein still und heimlich selber einen 13 Prozent-Anteil am Stadion gekauft hatte. Wo das Geld herkommt, ist nicht bekannt. Die Stadt machte klar, den Kauf der Anteile nur durchzuführen, wenn der Schuldenschnitt mit allen Gläubigern erfolgt und die Schulden in Höhe von fünf Millionen Euro stopfen kann. Zudem müssen auch alle Bedingungen für die Drittliga-Lizenz erfüllt werden. Wie SPD-Fraktionschef Herbert Mettler sagte, stehe man "am Beginn der Rettungskette." Nun liege es am Verein, nachzulegen. Wie die Zeitung weiterhin berichtet, soll der MSV auf Antrag der CDU künftig halbjährlich zum Rapport bei der Politik erscheinen und die Finanzen offenlegen. Zudem sollen Wirtschaftsprüfer den Verein kontrollieren. Im Gegenzug beträgt die Kaltmiete für das Stadion 900.000 Euro (zuvor über 3,6 Millionen). Die Stadt stecke jedoch kein Geld in den Verein, sondern bewahre das Stadion vor dem „Leerstand und Siechtum“, so Stadtkämmerer Peter Langner, der betonte: "Es gibt keinen Cent für den MSV-Profifußball."

FOTO: Flavia Heidenheim

   
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