MSV mit Interimstrainer Schubert gegen Lübeck: "Müssen punkten"

Die zweite Amtszeit von Gino Lettieri beim MSV Duisburg ist beendet, beim Sechs-Punkte-Spiel gegen Lübeck wird NLZ-Leiter Uwe Schubert an der Seitenlinie stehen wird. Der Interimstrainer will keine Ausreden mehr gelten lassen und fordert Leidenschaft von seinem Team.

Schubert wie Stevens

"Der MSV ist mein Verein und ich denke, wenn man dann gebeten wird, dann ist das für mich selbstverständlich, dass man dem Verein hilft", eröffnete NLZ-Leiter Uwe Schubert die Pressekonferenz vor dem Duell mit Lübeck, in der er nach der Trennung von Gino Lettieri als Interimstrainer teilnahm. Der Meidericher Plan war ein anderer, nun kam es anders. Schubert macht den Huub Stevens von Duisburg: "Erstmal würde ich mich nie mit ihm vergleichen. Jetzt müssen wir aber schauen, dass man das, womit man nicht gerechnet hat, am Wochenende zum Erfolg ummünzt."

Seit Donnerstag leitet der 60-Jährige die Trainingseinheiten der Zebras, zu denen auch viele Gespräche mit allen Beteiligten im Verein gehörten. Ausreden wird es beim MSV nach der zweiten Trainerentlassung der Saison nicht mehr geben, so Schubert: "Ich erwarte, dass die Mannschaft weiß, worum es geht." Dafür will er das Team in kurzer Zeit zu einer Einheit formen, für die der Übungsleiter alle braucht, "nicht nur den Mannschaftsrat oder einzelne Spieler". Abgesehen von den Langzeitverletzten Vincent Vermeij, Mirnes Pepic, Niko Bretschneider und Orhan Ademi  stehen ihm dafür alle Spieler zur Verfügung, auch Max Jansen stieg wieder ins Training ein.

"Brauchen nicht drumherum reden"

Schubert bringt am Sonntag die Erfahrungen aus 25 Jahren im Nachwuchsbereich des MSV Duisburg mit. Unter Oliver Reck fungierte der 60-Jährige in 26 Spielen als Co-Trainer der Zebras, für den Chefposten an der Seitenlinie war er noch nie vorgesehen. Trotzdem weiß Schubert, worauf es ankommen wird: "Wir brauchen nicht drumherum reden. Wir haben zu wenig Punkte und zu viele Gegentore. Wir müssen punkten." Ein Erfolgserlebnis, nach dem sich auch die Fans nach der vergangenen Misere sehnen, ist für den weiteren Abstiegskampf wohl unabdinglich: "Da muss ich eine Mannschaft haben, die Leidenschaft zeigt." Gleichzeitig darf das Team nicht überdrehen, weswegen sich der Interimstrainer durchaus "die Fans im Rücken" wünscht – auch im Stadion, wenn es möglich wäre.

"So kenne ich die Duisburger Fans", so Schubert zuversichtlich. "Ich weiß, dass das ganz schnell mal in eine andere Richtung umschlagen kann. Aber in der jetzigen Situation glaube ich, dass die Fans hinter der Mannschaft stehen würde." Der Fokus des 60-Jährigen liegt dabei ganz klar auf der Partie gegen Lübeck, ein neuer Cheftrainer könnte sich dann vielleicht schon mit dem Spiel gegen Saarbrücken beschäftigen. Nachdem Marco Antwerpen vom Mannschaftsrat der Zebras abgelehnt wurde und Uwe Koschinat dem MSV absagte, sollen nun Pavel Dotchev, Alois Schwartz oder Ismail Atalan im Gespräch sein. Auch Trainertalent Farat Toku wurde zuletzt genannt. Schubert ist aufgrund der fehlenden Trainerlizenz derweil keine Dauerlösung.

 
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