MSV im Lizenz-Endspurt – Gyau plant offenbar Abgang

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Knapp fünf Tage bleiben den Verantwortlichen des MSV Duisburg noch, bis die selbst auferlegte Deadline zur Einreichung der nachgebesserten Lizenzunterlagen ausläuft. Am 27. Mai – einen Tag vor der DFB-Frist – wollen die Zebras ihre Hausaufgaben erledigt haben, bis zum 15. Juni kann eine Entscheidung dauern. Bis dahin muss Sportdirektor Ivica Grlic im Dunkeln arbeiten.

Planung ohne finanziellen Rahmen

Zwölf Abgänge, acht offene Posten und acht Spieler unter Vertrag – die Ausgangslage für Sportdirektor Ivica Grlic ist nicht rosig, sie war aber auch schon einmal schlechter. Bis der MSV Duisburg einen Bescheid vom DFB bezüglich der Drittliga-Lizenz erhält, muss das Duisburger Urgestein die Kaderplanung ohne finanziellen Rahmen angehen. Das heißt, dass die Zebras in den kommenden Tagen und Wochen durchaus Spielerverträge verlängern und abschließen können, allerdings wird der Sportdirektor die endgültigen Zahlen erst dann erfahren, wenn grünes Licht für die Lizenz besteht.

Zum Trainingsauftakt am 12. Juni will der MSV Duisburg höchstwahrscheinlich den Kader zum größten Teil zusammenhaben, bis dahin liegt noch viel Arbeit vor der sportlichen Leitung. Auf der Homepage der Zebras wurde bereits ausgerufen, dass man künftig nur noch auf Spieler setzen wolle, die sich mit dem Verein und seiner Philosophie identifizieren können. Doch selbst unter den Profis, die einen bestehenden Vertrag für die 3. Liga haben, gibt es wohl Unstimmigkeiten. So soll beispielsweise Joseph-Claude Gyau, der noch bis 2020 an die Meidericher gebunden ist, mit einem Abgang kokettieren.

"Wir sind zuversichtlich"

Der Flügelspieler der Zebras wurde jüngst wieder für den Kader der US-Nationalmannschaft nominiert, aus sportlicher Sicht wäre der Wunsch nach höherklassigem Fußball nachzuvollziehen. Doch wie die "Bild"-Zeitung erfahren haben will, gilt auch Trainer Torsten Lieberknecht als Brennpunkt für die Spieler. Mit seiner Art soll der Ex-Braunschweiger nicht bei allen Profis gut aufgenommen worden sein, auch Moritz Stoppelkamp wird in dem Bericht ein schwieriges Verhältnis nachgesagt. Gleichzeitig betone der gebürtige Duisburger aber: "Ich stehe mit Ivo Grlic in Kontakt. Aber ich habe noch nicht mit meinem Berater gesprochen."

Sollte ein vertraglich gebundener Spieler wie Schnellhardt, Gyau oder Neumann wechseln, könnte der MSV Ablösesummen generieren – die Gelder würden die Zebras wohl kaum ablehnen können, der Ausgang sämtlicher Vertragsgespräche liegt derzeit im Dunkeln. Nicht unwahrscheinlich ist aber, dass Lieberknecht zum Trainingsauftakt viele neue Gesichter begrüßen wird. Grundvoraussetzung ist und bleibt natürlich die Lizenzerteilung. "Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass wir die Bedingungen erfüllen", ließ MSV-Pressesprecher Martin Haltermann gegenüber der "WAZ" verlauten, in den letzten Tage vor der Lizenzfrist sollen die Zebras vor dem Abschluss der Gespräche stehen und "die Dinge fixieren und finalisieren".

   
  • Red Luzifer

    Ich trauere den Spielerabgängen nicht nach bis auf Cauly und Nielsen hat keiner Leistung gebracht. Der MSV täte gut daran Spieler vom eigenen Nachwuchs zu nehmen und dazu 3-4 erfahrene Spieler zu kaufen.

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