MSV-Serie hält an: Stoppelkamp hadert mit Schiedsrichter

Wieder kein Sieg für den MSV Duisburg im Aufstiegsrennen, wenngleich die Zebras beim 2:2-Unentschieden gegen den Halleschen FC nach 0:2-Rückstand wenigstens einen Zähler mitnehmen konnten. Bis zum Spiel der Ingolstädter am Sonntag schieben sich die Duisburger damit auf Platz vier vor, der derzeit zur Relegation berechtigt. Das sorgte bei Kapitän Moritz Stoppelkamp allerdings für kein versöhnliches Fazit, vielmehr haderte der 33-Jährige mit dem Schiedsrichter.

"Fühlt sich wie einer Niederlage an"

"Am Ende weiß man nicht, wozu der Punkt noch wichtig wird", sagte ausgerechnet HFC-Abwehrspieler Anthony Syhre am Mikrofon von "Magenta Sport", denn den Saalestädtern könnte dieser Zähler im Abstiegskampf noch wichtig werden. Gleichzeitig ist es auch ein Punktgewinn für die Duisburger, die nach einem 0:2-Rückstand noch einmal zurückkamen und sich das 2:2-Remis – und damit den vorläufigen Sprung zurück auf Rang vier – erkämpften. Für Rückkehrer und Kapitän Moritz Stoppelkamp war das trotzdem zu wenig: "Es fühlt sich definitiv wie eine Niederlage an. Jeder kannte Situation vor dem Spiel, wir mussten gerade zuhause gewinnen."

Gleichzeitig will der 33-Jährige aber die Leistung seiner Mannschaft nicht schmälern. Viel mehr geht die Kritik Stoppelkamps an den Unparteiischen. "Wir haben auch alles reingeschmissen und haben ein gutes Spiel gemacht, aber es war nicht einfach. Es waren viele Fehlentscheidungen gegen uns, aber ich sag lieber nichts", verpasste sich der Spielführer der Duisburger zunächst einen Maulkorb, den er dann aber doch wieder schnell ablegte.

Lieberknechts "Riesenkompliment"

"Nach einer knappen halben Stunde hätten wir ein Mann mehr sein müssen. Auch vor dem 2:0 war es ein ganz klares Foul vor der Ecke", zählte der 33-Jährige auf Anhieb zwei Situationen auf, die er anders wahrnahm, als Schiedsrichter Benedikt Kempkes. Das sah wohl auch Cheftrainer Torsten Lieberknecht ganz ähnlich, der nach der Partie das Gespräch zu den Unparteiischen suchte – und schon beim Pausenpfiff intervenierte, als er seine Spieler vor einer Diskussionsrunde zurückhalten musste.

Dennoch ist es faktisch ein Punktgewinn, der die Duisburger in der Tabelle sogar vorläufig wieder an den Schanzern vorbeischiebt. Ingolstadt spielt erst am Sonntag in Meppen, bei einem Sieg der Bayern wäre Duisburg wieder zwei Punkte hinter dem Konkurrenten. Hätte, wenn und aber zählt jedoch nicht, sodass der MSV-Kapitän die Hoffnung auf den Aufstieg realistisch einschätzen wollte: "Natürlich müssen wir daran glauben, aber im Moment ist das sehr schwer. Der Punkt fühlt sich nicht wie ein Punktgewinn an, weil wir alles investiert, aber nicht gewonnen haben." Trotz aller Umstände stellte er der Mannschaft jedoch ein "Riesenkompliment" für die kämpferische Leistung aus. Nun heißt es: Abwarten. Reißt dann ausgerechnet bei Tabellenführer Bayern II am Mittwochabend die Serie?

   
  • Anta

    Wer anderthalb Spiele wie ein Bezirksligist auftritt, muss sich nicht wundern, dass es abwärts geht. Vielleicht spekuliert Stoppel auf einen Schiedsrichterbonus gegen die kleinen Bayern. Aber selbst damit darf man nicht eine Halbzeit verschlafen, sonst war es das schon vor dem letzten Spieltag.

  • Tobi

    Der arme Moritz wurde benachteiligt… die ganzen Fehlentscheidungen sind mir nicht so wirklich aufgefallen. Halle mit Kampf und etwas Glück zum verdienten Unentschieden.
    Wenn ich mir die Katastrophenentscheidungen der Schiedsrichter über die Saison vereinsübergreifend anschaue, verstehe ich Stoppelkamps Gejammer nicht. NUR um etwas in dieser Richtung beizutragen? Da gefällt mir Lieberknechts Auswertung bedeutend besser.

    • Jannik

      Das Trikotziehen von Lindenhahn kurz vor der HZ war ein taktisches Foul wie aus dem Bilderbuch und es hätte hier eine rechtmäßige gelb-rote Karte geben müssen. Bei allem hätte, wenn und aber ist das für mich daher eine berechtigte Kritik von Stoppelkamp, die er so auch äußern darf..gejammer hin oder her..

      • interpol74

        Lindenhahn sieht die erste Gelbe, weil er nach einem vermeintlichen Foulspiel im Liegen den Ball mit der Hand festhält. Eine Unart, die zurecht mit einer Karte bestraft wurde!
        Gleiche Szene vorher auf der anderen Seite: Vor der Großchance von Bahn (Latte) versucht Stoppelkamp nach einem vermeintlichen Foulspiel an sich, den Ball im Liegen zweimal mit der Hand aufzuhalten. Der Schiedsrichter sieht das und lässt weiterspielen – ohne Karte, die hätte es auch hier zwingend geben müssen. Da Stoppelkamp im weiteren Spielverlauf noch eine Gelbe bekommen hat, hätte dieser beim Schlusspfiff auch nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen.
        Unentschieden geht übrigens in Ordnung! Halle macht aus 4 Großchancen (2 Tore + Bahn-Latte, Boyd- Kopfball kurz vor Schluss) zwei Tore, Duisburg auch aus mehreren Chancen zwei Buden. Halle spielt definitiv nicht wie ein Absteiger und Duisburg nicht wie ein Aufsteiger!

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