MSV Duisburg mit Vorfreude und Personalsorgen zum VfL

Nach 62 Tagen Pause steht für den MSV Duisburg am Freitag (19 Uhr) beim VfL Osnabrück das erste Spiel der neuen Saison an. Doch die Zebras gehen die Partie nicht nur mit viel Vorfreude, sondern auch Personalsorgen an.

"Gefühlt 4.000 Fans"

Dieser erste Spieltag macht es den Trainern bekanntermaßen nicht leicht: Wie ist unsere Trainings- und Testspielleistung einzuschätzen? Bringen die Spieler die Erwartungen letztlich auch auf den Platz? "Es herrscht Unklarheit, wie weit wir sind. Doch das geht dem Kollegen in Osnabrück auch so. Aber ich weiß, dass wir von Spiel zu Spiel besser werden", sagte Trainer Pavel Dotchev am Mittwoch auf der virtuellen Pressekonferenz vor dem Eröffnungsspiel.

Neben Flutlicht an der Bremer Brücke in Osnabrück wartet auf die Teams auch wieder ein Stadion, in dem Zuschauer sitzen. 400 MSV-Anhänger dürfen nach Niedersachsen reisen und ihr Team vor Ort unterstützen. "Für uns werden das gefühlt 4.000 Fans sein. Wir hatten so lange keine Zuschauer mehr. Wenn wir es schaffen, sie mit guter Leistung zu animieren, wäre das Gänsehaut pur", so Dotchev. "Wenn das nicht genug Motivation ist, dann verstehe ich die Welt nicht mehr."

"Ein Drittel der Mannschaft hat Defizite"

Und die können seine Profis sehr gut gebrauchen. Denn die Zebras gehen geschwächt in das Duell beim Absteiger. "Wir haben einige Probleme in der Mannschaft", war der Coach ehrlich. Denn mit Aziz Bouhaddouz fällt ein wichtiger Spieler wegen der Erkrankung am Corona-Virus aus. Das gilt noch für zwei weitere, namentlich nicht bekannte Profis. Mit Marvin Bakalorz fehlt ein weiterer erfahrener Akteur nach einem grippalen Infekt, auch die Eigengewächse Roman Schabbing (Sehnenabriss) und Vincent Gembalies (Muskelverletzung) fehlen. "Aber wir haben auch andere Spieler, die das abfangen können", nahm Dotchev die weiteren Profis in die Pflicht.

Zudem wird er unter anderem auch auf Zugang Oliver Steurer verzichten müssen, der nach seinem Wechsel aus Heidenheim noch Trainingsrückstand hat. "Ein Drittel der Mannschaft hat noch Defizite", beschreibt Dotchev, dass Teile des Kaders wohl keine 90 Minuten durchhalten können. Durch die Corona-Infektionen und damit einhergehende Schutzmaßnahmen wurden drei Testspiele abgesagt. Doch diese dienen nun einmal dazu, sich besser auf dem Platz kennenzulernen und Abläufe zu verfestigen. Im Training waren auch nicht genügend Spieler, weshalb aus einem Elf-gegen-Elf kurzerhand ein Neun-gegen-Neun wurde. "Aber es war sehr, sehr gut", lobte der Deutsch-Bulgare.

Beide Trainer kennen sich

Mit Blick auf den Gegner fiel eine tiergehende Analyse aufgrund des frühen Zeitpunkts schwer. Aber der 55-Jährige erwarte einen Kontrahenten, der "sehr hoch" stehen und "pressen" werde. "Ich erwarte einen offensiv aktiven Gegner und eine Mannschaft, die uns anläuft, beschäftigt und stress verursacht." VfL-Trainer Daniel Scherning kennt Dotchev übrigens sehr gut – beim SC Paderborn war er Spieler unter dem Deutsch-Bulgaren.

   
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