Wiedersehen mit Lieberknecht: MSV holt Sauer

Joshua Bitter gehörte zu den Gewinnern der letzten Saison beim MSV Duisburg, der Rechtsverteidiger wurde durch seine Spielweise schnell zum unersetzlichen Puzzleteil in der Viererkette. Weil Bitter zum Saisonstart aber verletzungsbedingt fehlen wird, mussten die Zebras reagieren – und holen mit Maximilian Sauer einen Zweitliga-Profi.

"Seinen Werdegang immer verfolgt"

96 Zweitliga-Spiele absolvierte Maxmilian Sauer für Eintracht Braunschweig und die SpVgg Greuther Fürth in den letzten sechs Jahren, zweimal stand er in der Aufstiegs-Relegation zur Bundesliga mit dem BTSV auf dem Platz. Sein Trainer damals war Torsten Lieberknecht, zu dem kehrt der 26-jährige Rechtsverteidiger jetzt zurück – mit einer Vertragsunterschrift bis 2022 beim MSV Duisburg. "Max ist unter mir Profi geworden, und seinen Werdegang habe ich immer verfolgt. Ich kenne zudem seine menschlichen Qualitäten und weiß, dass er auch charakterlich zu uns ins Team passt", zeigt sich der Cheftrainer der Zebras vollstens von seinem persönlichen Rückkehrer überzeugt.

Mit der Verpflichtung reagieren die Meidericher auf den Ausfall von Joshua Bitter, dessen Muskelriss einen Einsatz ab dem Saisonstart verhindert. Mit Sauer kommt ein gestandener Zweitliga-Profi an die Wedau, den Lieberknecht schätzt: "Mit ihm als dynamischen, spielerfahrenen Rechtsverteidiger reagieren wir auch auf die Verletzung von Josh Bitter, der uns zum Saisonstart natürlich noch fehlen wird."

Sauer liebäugelte mit dem MSV

Bei den Duisburgern erhält Sauer die Rückkennummer 2, auf das Abenteuer in der 3. Liga freut sich der 26-Jährige bereits. Sein Vertrag in Fürth lief zum Saisonende aus, sodass Sauer jetzt ablösefrei wechseln konnte. Dass es Duisburg wurde, ist auch für den Spieler ein Bonbon: "Ich habe mich sehr intensiv mit den Zebras auseinander gesetzt und hatte schon ein Auge auf sie, bevor die erste Anfrage kam." Somit können die Meidericher eine Baustelle in der Abwehr schließen – und das nicht gerade mit einem Notnagel, wie auch Sportdirektor Ivica Grlic verdeutlicht: "Wir wollen Qualität dazu holen, da passt Maximilian mit seiner Erfahrung in unser Anforderungsprofil."

Testspieler reisen ab

Keine Rolle in den MSV-Planungen spielen die Testspieler Kofi Twumasi und Eliezer Ca Correia. Beide reisten vor dem Freundschaftsspiel gegen Preußen Münster ab. "Sie haben sich gut präsentiert, ich bin mir sicher, dass sie etwas für sich Adäquates finden", wünschte Cheftrainer Lieberknecht den beiden Probespielern alles Gute für die weitere Zukunft – in diesem Fall aber nicht in Meiderich.

   
  • griesgramix

    Vor gut einem Monat noch rumgejammert, dass man die Saison wegen Corona wohl mit einem Minus von rund 1,8 Mio. statt dem geplanten Minus (!) von 1,2 Mio. beendet. Aber Zweitliga-Profis kann man trotzdem verpflichten. Und dann heißt es, die dritte Liga ist eine Pleiteliga – und schuld daran sind natürlich nur die Anderen.

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