MSV Duisburg: Die Kurve zeigt nach oben

Nachdem die Zebras in der vorletzten Woche gegen den Vfl Osnabrück ihren ersten Heimsieg eingefahren hatten, konnten sie eine Woche mit einem weiteren Dreier nachlegen: Mit einem 2:0-Erfolg schoss Duisburg vor 11.336 Zuschauern die Kickers von Platz eins der Tabelle und springen selbst mit 16 Punkten auf den Relegationsplatz. Damit ist der MSV nun seit acht Ligaspielen ungeschlagen und setzt sich oben fest – es ist die beste Platzierung seit dem Zwangsabstieg. Die Stuttgarter Kickers fallen mit ebenfalls 16 Punkten auf Rang vier. Am kommenden Wochenende empfangen die Schwaben zuhause Osnabrück, während der MSV schon am Freitagabend in Unterhaching antreten muss. Um weiter oben dran zu bleiben, ist Punkten fast schon ein Muss.

Wie gegen Osnabrück

Da man in Köln in den grünen Ausweichtrikots gewinnen konnte, entschloss sich der MSV-Coach kurzerhand, auch im heimischen Rund so aufzulaufen, anstatt in den gewohnten blau-weiß gestreiften Heimtrikots. Zunächst konnte man gegen Osnabrück gewinnen, eine Woche später auch gegen die Kickers. Doch der gewohnte Heimdress wird aller Voraussicht nach gegen die Zweite des BVB in der englischen Woche wieder getragen. Auch personell wurde nichts geändert, es durfte dieselbe Truppe ran, die gegen Osnabrück den Dreier holte. In dem Spitzenspiel wurde von beiden Seiten wenig riskiert – so fiel das 1:0 für die Hausherren eher aus heiterem Himmel und mit ein wenig Glück: So mancher musste noch einmal auf der Leinwand die Wiederholung studieren, wie der Ball von Gardawski eingeschlagen ist. Ein Heber, der wohl eher eine Flanke hätte werden sollen, landet von rechts im langen Eck. Offensiv ging insgesamt wenig, jedoch stand die Zebraabwehr stabil und sicher. Anfängliche Unsicherheiten scheinen immer mehr in Vergessenheit zu geraten. Das 2:0 entstand ebenfalls unerwartet, als eine Ecke von Feltscher bei Grote landet, der eiskalt aus 17 Meters das Leder in den Winkel hämmerte. Mit einer effektiven Chancenverwertung sowie intakter Abwehr der Zebras war für die Gäste am Ende nichts zu holen. Diese hätten eher eine offensivere Ausrichtung erwartet und knabberten demnach an der Niederlage: „Wir haben gegen eine Mannschaft verloren, die sich versteckt hat, und sind in einem fremden Stadion ausgekontert worden“, so Horst Steffen, Chefcoach der Kickers. Sportdirektor Michael Zeyer zeigte sich ebenfalls wenig begeistert: „Ich finde es grenzwertig, wenn sich ein Team wie der MSV zuhause hinten reinstellt.“

Neue Spiele ungeschlagen

Nach neun Spieltagen scheint sich die MSV-Truppe gefunden zu haben – zumal es auch langsam Zeit wurde. Das Zusammenspiel und vor allem die Abwehrarbeit stabilisieren sich. Von der Bank kann der eine oder andere gleichwertige Ersatz gebracht werden. Die Serie auf neun ungeschlagene Partien auszubauen, ist zwingend notwendig, schließlich sind einige Mannschaften in der Tabelle dicht aneinander. Nachlassen wäre in dieser Phase das schlimmste für die Zebras. Außerdem wartet noch ein absolutes Highlight an Wedau: Mit dem 1. FC Köln kommt Ende Oktober im DFB-Pokal ein großkalibriger Gegner nach Duisburg, vor dem man sich trotz unterschiedlicher Welten nicht verstecken möchte. Zeigen sich die Zebras weiter als Einheit mit großem Kampfgeist, ist mit einer Portion Glück die eine oder andere kleine Sensation nicht unvorstellbar.

FOTO: Hübner/Lemke

 

 

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button