MSV Duisburg: Abwehrbollwerk gegen Tormaschine

Das Landespokalspiel gegen den Rather SV ist für den MSV Duisburg gerade erst vorüber, da wartet mit dem Chemnitzer FC schon wieder ein namhafter Gegner am Wochenende. Die heimstarken Zebras haben zuhause noch kein Gegentor kassiert – aber mit Anton Fink kommt nun der Rekordtorjäger der Dritten Liga nach Duisburg. Die bislang souveräne Viererkette um Kapitän Branimir Bajic ist gewarnt.

Champions League kann jeder…

… das war schon vor drei Jahren der Leitspruch der Duisburger Fan-Gemeinschaft, als die Zebras erstmals am Niederrheinpokal um die Teilnahme am DFB-Pokal spielten. Statt wie der große FC Bayern München nach Madrid zu reisen, ging es für die Elf von der Wedau nur ins benachbarte PCC-Stadion in Homberg. Dort schickte eine bessere B-Elf den Landesligisten Rather SV mit einer 5:1-Packung nach Hause. So deutlich, wie sich das Ergebnis am Ende liest, war es während der ersten Halbzeit nicht abzusehen. Zwar traf Stanislav Iljutcenko noch vor der Pause zur Führung (15.), der Landesligist gab sich aber nicht geschlagen. Kurz vor dem entscheidenden zweiten Tor durch Thomas Bröker (59.) hatte RSV-Stürmer Simon Atiye sogar den sicheren Ausgleich auf dem Fuß. Nach dem Zwei-Tore-Vorsprung konnte der Drittligist aus Duisburg jedoch schnell in seine souveräne Linie zurückfinden und erspielte sich ein starkes Ergebnis. Etwas zielsicherer als Simon Atiye dürfte Anton Fink sein – der 29-Jährige Kicker vom Chemnitzer FC ist mit 107 Toren der erfolgreichste Torschütze in der Geschichte der Dritten Liga.

Sechs Tore – Sechs Gegentore

Allein in der laufenden Saison hat Anton Fink seinen Rekord schon um sechs weitere Treffer erweitert. Genauso viele Tore haben die vier Stürmer vom MSV Duisburg insgesamt geschossen. Von diesen Statistiken werden sich Abwehrchef Branimir Bajic und seine Viererkette keine Angst einflößen lassen. Erst sechs Mal musste Torhüter Mark Flekken hinter sich greifen, zusammen mit Holstein Kiel haben die Zebras demnach die beste Abwehr der Dritten Liga. Ohnehin deutet bei einer Partie zwischen Duisburg und Chemnitz vieles auf ein torarmes Spiel hin, denn in zehn Spielen gegeneinander fielen gerade mal 19 Tore. Die letzte Partie zwischen den Meiderichern und den Himmelblauen vom 7. Februar 2015 gehört da regelrecht zur Ausnahme, denn damals gewannen die Zebras zuhause 3:0 gegen die Sachsen. Doppeltorschütze Dennis Grote hat den MSV mittlerweile verlassen – und ist nun als Linksverteidiger beim Chemnitzer FC für das Verhindern von Toren zuständig. Zwar fingen sich die Himmelblauen bislang auch "nur" zehn Gegentore ein, dennoch rangiert die Mannschaft um Rekordtorjäger Anton Fink nur auf Platz 13 in der Tabelle. Für die immer wieder als Aufstiegskandidaten gehandelten Chemnitzer gilt es jetzt, dem MSV das erste Gegentor in der heimischen Arena zuzufügen, um den Anschluss an die Spitzengruppe nicht zu verlieren – die Duisburger dagegen könnten mit einem Sieg nicht nur die Tabellenführung verteidigen, sondern auch dem potentiellen Konkurrenten um den Aufstieg erst einmal weit davonziehen.

   
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