Minuskulisse! FCK-Talfahrt erreicht nächsten Tiefpunkt

Der 1. FC Kaiserslautern wartet weiter auf den ersten Sieg im neuen Jahr und bleibt nach 0:0 gegen den FSV Zwickau auch im sechsten Ligaspiel in Folge ohne Dreier. Trainer Boris Schommers beklagt nach Spielende das fehlende Glück im Abschluss und muss im Derby gegen Mannheim nun auch noch auf Janik Bachmann verzichten. 

Nullnummer vor Minuskulisse

Die Talfahrt des 1. FC Kaiserslautern hält weiter an und erfuhr beim 0:0 gegen den FSV Zwickau den nächsten Tiefpunkt. Nur 15.913 Zuschauer hatten am Samstag den Aufstieg auf den Betzenberg gewagt – weniger Fans kamen nach Angaben von der "Der Betze brennt" zuletzt im September 1988 (!) zu einem Liga-Heimspiel des FCK. Das ist über 30 Jahre her. Verwunderlich ist der ausbleibende Zuspruch nicht: Gerade mal drei von zwölf Heimspielen konnten die Roten Teufel in dieser Saison bisher gewinnen, zudem erzielte Lautern lediglich zwölf Treffer – nur Schlusslicht Jena traf vor heimischer Kulisse noch seltener (11). Und auch gegen Zwickau verpassten die Daheimgebliebenen nicht viel, denn wie zuletzt schon so oft ließen die Roten Teufel im Angriff die nötige Durchschlagskraft vermissen und vergaben in der Anfangsphase gar beste Chancen. Neben Florian Pick (9. und 16.) besaß Timmy Thiele die größte Gelegenheit des Spiels, scheiterte aber an einem bestens aufgelegten Johannes Brinkies im Tor der Zwickauer (26.). 

"Ich glaube, die Mannschaft hat wieder alles versucht. Es ist in der ersten und der zweiten Halbzeit der eine oder andere letzte Pass nicht angekommen, dann verspringt der Ball ein paarmal und wir müssen das Tor einfach erzwingen, was uns heute leider nicht gelungen ist“, zeigte sich Boris Schommers nach Spielende vor der Kamera von "Magenta Sport" enttäuscht über das Ergebnis. Zwar sei der FCK über weite Strecken "drückend überlegen" gewesen, hatte aber Momentum nicht auf seiner Seite. Nun muss Schommers seine Mannschaft auf das anstehende Derby mit Waldhof Mannheim am kommenden Samstag (14 Uhr) vorbereiten. 

"Müssen noch öfter den Abschluss suchen" 

Fehlen wird ihm bei dieser nicht einfachen Aufgabe Janik Bachmann, der kurz vor Spielende innerhalb kürzester Zeit zwei gelbe Karten sah und das Spielfeld somit vorzeitig verlassen musste. Frust habe nach Ansicht von Schommers aber keine Rolle gespielt bei den beiden Aktionen von Bachmann und Frust wollte auch Thiele beim Interview nach dem Spiel nicht aufkommen lassen: "Wir müssen noch öfter den Abschluss suchen, noch konsequenter den letzten Pass ausspielen und müssen es dann einfach erzwingen. Das Scheißding muss da in den Kasten rein und daran müssen wir weiter arbeiten", sagte der 28-jährige Angreifer und merkte an, dass es aber wenig Sinn mache, ob der Talfahrt immer auf die Mannschaft draufzuhauen. Dennoch stellte er bei "Der Betze brennt" klar: "Es bringt dann auch nichts, das weiterhin schönzureden. Dass wir immer besser sind als der Gegner, bringt uns gar nichts. Letztendlich verlieren wir gegen so einen Gegner oder lassen die Zähler liegen. Wir müssen schleunigst zusehen, dass wir die Punkte einfahren."

Mit dem Derby gegen Mannheim hat Kaiserslautern auch gleich die Möglichkeit, sich wieder ordentlich Kredit beim eigenen Anhang zu erspielen. Der bei den Roten Teufeln unbeliebte Ligakonkurrent liegt derzeit auf Aufstiegskurs und hat große Chancen auf den direkten Durchmarsch. Kaiserslautern, nun auf Platz 14 und nur noch vier Punkte vor der Abstiegszone, würde den Mannheimern gerne die Suppe versalzen. An Motivation in dieser Trainingswoche sollte es dem Team in jedem Fall nicht fehlen. Bei einer Niederlage dürfte die Stimmung beim FCK-Anhang allerdings kippen, schon nach der Nullnummer gegen Zwickau waren die Pfiffe unüberhörbar. 

 
  • Phillip

    Im Gegensatz zu meinem FSV konnte man nach vorne wenigstens einen Plan erkennen. Nichtsdestotrotz war 16.000 schon erschreckend wenig.

    • ironimus

      Das sehe ich anders. Angesichts der "Leistungen" des FCK sind die Zuschauerzahlen immer noch erstaunlich hoch.

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