Marien begründet Dotchev-Entscheidung – Härtel ein Thema?

Ab Sommer ist Pavel Dotchev beim F.C. Hansa Rostock Geschichte, sein auslaufender Vertrag wird nicht verlängert. Während Vorstandsvorsitzender Robert Marien die Entscheidung begründet, läuft die Suche nach einem Nachfolger bereits an. Zudem steht ein Linksverteidiger vor der Unterschrift.

"Überrascht hat mich das nicht"

Tagelang hüllten sich die Verantwortlichen zu Dotchevs Zukunft in Schweigen, am Mittwoch preschte der Bulgare vor und bestätigte sein Aus im Sommer. Ein Vorgehen, das Vorstandsvorsitzender Robert Marien "verstimmte", wie er der "Ostsee-Zeitung" sagte. Warum das Arbeitspapier des 53-Jährigen nicht verlängert wird, begründet der Hansa-Boss so: "Wir brauchen einen Trainer, von dem alle – also drei Vorstände und sieben Aufsichtsräte – überzeugt sind, dass man mit ihm den nächsten Schritt machen kann." Das Dotchev dafür der richtige Mann ist, daran glaubten die Verantwortlichen nicht mehr und entschieden sich bei einer Krisensitzung am 27. Dezember einstimmig dafür, seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern.

Unerwartet kam das für Dotchev, der von Sportvorstand Markus Thiele per Telefon darüber informiert worden war, nicht: "Ich möchte nicht ins Detail gehen, aber überrascht hat mich das nicht", berichtet er gegenüber der Zeitung. Die neue Situation mache die Aufgabe zwar nicht leichter, "aber wir sind Profis und müssen das Beste daraus machen. Schade, aber so ist das Geschäft", gibt sich der Hansa-Coach professionell und betont: "Ich habe der Mannschaft und den Fans gegenüber die Verpflichtung, meine Arbeit weiter mit voller Überzeugung zu machen."

Um die 2. Bundesliga wird es dabei aber nicht mehr gehen, wie Marien weiß: "Es ist utopisch, jetzt noch vom Aufstieg zu reden." Bereits zehn Punkte trennen Hansa vom Relegationsplatz – dagegen beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsränge "nur" sechs Zähler. Dennoch sei es natürlich das Ziel, "dass wir (…) eine erfolgreiche Rückrunde spielen." Dass das schwer wird, sei klar, so Marien.

Härtel und Doll Kandidaten?

Hinter den Kulissen läuft derweil die Suche nach einem Dotchev-Nachfolger an. Ein Kandidat soll nach Angaben der Zeitung Jens Härtel sein. Der 49-Jährige stand zuletzt von Juni 2014 bis November 2018 beim 1. FC Magdeburg an der Seitenlinie und führte die Elbstädter aus der Regionalliga in die 2. Bundesliga, ehe er nach einer Serie von vier Niederlagen in Folge im Spätherbst gehen musste. Wie die "OZ" erfahren haben will, so Härtel dem Vernehmen nach durchaus am Trainer-Job bei Hansa interessiert sein.

Auch Thomas Doll, langjähriger Coach des Hamburger SV, ist offenbar ein Thema. Zwischen Dezember 2013 und August 2018 trainierte der in Malchin (84 Kilometer südlich von Rostock) geborene Trainer den ungarischen Erstligisten Ferencváros Budapest. Wann die Entscheidung bezüglich des Dotchev-Nachfolgers fallen wird, ist noch offen.

Linksverteidiger im Anflug

Viel schneller wird ein neuer Spieler an der Warnow aufschlagen. "Wir sind mit einem Spieler relativ weit", bestätigt Thiele in der "Bild" und hofft, dass er "zeitnah" dazu stoßen kann. Laut der "OZ" soll es sich um einen Linksverteidiger aus der 2. Bundesliga handeln – ein Name ist bisher nicht bekannt. Darüber hinaus halten die Verantwortlichen Ausschau nach einem Spieler für das Mittelfeld. 

Am Donnerstagvormittag (11 Uhr) steigt die Kogge in das Training für die Restrunde ein, am Dienstag geht es für zehn Tage ins Trainingslager in die Türkei.

   
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