Marcel Hilßner: "Mit Hansa aufzusteigen, wäre ein Traum"

Beim spektakulären 5:3 des F.C. Hansa gegen Fortuna Köln erzielte Marcel Hilßner erstmals drei Tore in einem Profispiel und legte zudem einen weiteren Treffer auf. Ein sportlicher Höhepunkt für den 22-Jährigen, der in seiner Zeit bei Werder Bremen immerhin auch einmal in der Bundesliga zum Einsatz kam. Dort möchte Hilßner auf lange Sicht gesehen gerne wieder hin, vorher hat er aber auch noch einiges in Rostock vor, wie der Linksaußen gegenüber "dfb.de" verriet. 

Hilßner bewertet Anfangszeit in Rostock "mehr als positiv"

Die vergangene Saison gehört sicherlich zu den Dingen, die Marcel Hilßner ganz schnell abhaken möchte. Auf der Suche nach einer Veränderung verließ der 22-Jährige die U23 von Werder Bremen und schloss sich Zweitligist Dynamo Dresden an. Dort spielte Hilßner allerdings eine untergeordnete Rolle, kam lediglich auf acht Spiele und konnte sich auch nicht in die Torschützenliste eintragen. Es folgte also die Rückkehr in die 3. Liga und der Sprung an die Ostsee, wo Hilßner seine Karriere bei Hansa Rostock wieder in Schwung bringen wollte.

Ein Schritt, der sich für den gebürtigen Leipziger scheinbar ausgezahlt hat. "Mehr als positiv" falle sein Zwischenfazit bisher aus, so Hilßner im Interview mit "dfb.de". "Ich wollte nach meinem Wechsel nach Rostock möglichst viel Wettkampfpraxis sammeln. Vom ersten Tag an konnte ich das umsetzen." Auch sein zwischenzeitliches Tief mit dem 0:1 bei Jena, wo er sein schlechtestes Spiel seit Jahren gezeigt habe, hielt nur kurz an und war mit seinem Tor beim 2:0 gegen Osnabrück schon wieder Geschichte.

Ein Aufstieg mit Hansa Rostock als "Traum"

Beim 5:3 gegen Fortuna Köln, seinem bisher besten Spiel, spielte der eigentliche Linksaußen nun auf der rechten Seite. Eine Idee seines Trainers Pavel Dotchev, die voll aufging: "Ich hatte zwar lange nicht mehr auf dieser Seite agiert, mich dort aber immer wohl gefühlt, weil so meine Abschlussstärke mit meinem starken linken Fuß noch mehr zum Tragen kommt. Ich habe mich gefreut, dass ich wieder mal auf der anderen Seite auflaufen durfte", so Hilßner, der sich weitere Einsätze auf der Position vorstellen könne. Ebenso, wie einen Aufstieg mit Rostock in die 2. Liga, den Hilßner als "einen Traum" bezeichnet.

Hilßner kann sich eine gute Rückrunde vorstellen

Dabei wäre ein solcher Erfolg sogar schon in dieser Saison gar nicht mehr so unrealistisch. Nach vier Siegen aus den letzten fünf Begegnungen beträgt der Abstand auf den Relegationsrang nur noch fünf Punkte, zudem haben die Rostocker laut Hilßner gegenüber ihren Konkurrenten noch einen Vorteil: "Ich finde es gut, dass wir nicht so sehr im Fokus stehen wie etwa der SC Paderborn oder 1. FC Magdeburg, die seit Saisonbeginn ganz oben zu finden sind", sagt Hilßner, überhaupt setze man sich nicht unter Druck und rede von einem "aufsteigen müssen".

"Unser Ziel ist es, den Anschluss zu halten und uns in Angriffsposition zu bringen. In der Rückrunde – das haben die vergangenen Spielzeiten gezeigt – ist noch sehr viel möglich." Dabei seien aber auch schon im nächsten Spiel gegen den Halleschen FC wieder "Disziplin, Leidenschaft und der unbedingte Wille, gewinnen zu wollen" gefordert, um siegreich vom Feld gehen zu können. Ein Verschlafen der ersten Minuten, wie gegen die Kölner, dürfe man sich dann nicht noch einmal leisten.

 
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