Mannheim: Christiansen mahnt bessere Chancenverwertung an

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Waldhof Mannheim will nach seinem überraschend starken Saisonstart auch nach der Länderspielpause weiter von sich reden machen. Dem Aufsteiger winkt bei einem Sieg am Samstag gegen die Würzburger Kickers im Falle eines aus SVW-Sicht idealen Verlaufs des Spieltages sogar schon der Sprung in die Aufstiegszone.

"Eine schwere Aufgabe“

Doch ungeachtet der vordergründig "verkehrten" Vorzeichen für das Duell mit den bislang weitgehend enttäuschenden Gästen bemühen sich die Spieler von Waldhof-Coach Bernhard Trares um Bodenhaftung. "Uns erwartet eine schwere Aufgabe“, mahnt Mittelfeldspieler Max Christiansen auf der Homepage der Buwe. Denn der in der Sommerpause vom Zweitligisten Arminia Bielefeld nach Mannheim gekommene Defensivstratege erwartet von den Unterfranken, die insgesamt erst zwei Siege feiern konnten und von den vergangenen sechs Begegnungen sogar fünf verloren, maximale Gegenwehr. "Sie werden versuchen, viel Kampf und Leidenschaft ins Spiel zu bringen“, mutmaßte Christiansen.

Damit seine Mannschaft auch nach der Begegnung mit den Kickers weiterhin die einzig noch ungeschlagene Mannschaft der Liga ist, fordert der 22-Jährige besonders von der Offensivabteilung höhere Effizienz als bisher. Aus seiner Sicht müssten die Angreifer "die Chancen besser verwerten", und zudem hätte seine Mannschaft insgesamt "im Spiel nach vorne mit höherer Konzentration zu agieren", monierte Christiansen vom Mannheimer Höhenflug bislang allerdings gut verdeckte Schwächen: "Die Zuspiele in die Spitze waren häufig nicht präzise genug. Daran müssen wir arbeiten."

Aufsteiger mit Liga-Spitzenwerten

Christiansens Unzufriedenheit dürfte allerdings zu einem nicht geringen Maß auch Understatement sein – Waldhof steht nämlich derzeit glänzend da. Mit nur sieben Gegentreffern stellt Mannheim momentan hinter dem Aufstiegsaspiranten Hallescher FC (vier Gegentore) die zweitbeste Abwehr der Liga, und auch die Durchschlagskraft des Waldhof-Sturms mit bisher 13 Treffern kann sich sehen lassen: Nur vier Mannschaft haben mehr Tore erzielt als die Blau-Schwarzen. Mit Valmir Sulejmani fällt der beste Torschütze vorerst jedoch verletzt aus. Kevin Koffi, in sieben Spielen noch ohne Treffer, soll ihn ersetzen.

Nach Christiansens Auffassung hätte die Erfolgsquote im zurückliegenden Derby beim 1. FC Kaiserslautern (1:1) jedoch noch höher geschraubt werden können. "In der Schlussphase“, blickt der gebürtige Flensburger auf die Vorstellung seines Teams auf dem Betzenberg zurück, "hätten wir noch ein Tor verdient gehabt."

Legt der SVW nochmal nach?

Unterdessen wird der SV Waldhof möglicherweise nochmal auf dem Transfermarkt aktiv. "Wir sind schon am gucken", so Trainer Bernhard Trares: "Ich denke, dass wir noch was tun werden." Gesucht wird ein Ersatz für den verletzten Stammkeeper Markus Scholz (Kreuzbandriss) – zuletzt trainierte Felix Dornebusch mit. Ob der Ex-Bochumer verpflichtet wird, ist noch offen. Möglicherweise legt Mannheim nach der Verletzung von Sulejmani auch im Sturm nochmal nach.

   
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