Magdeburg dreht Kellerduell beim MSV – 0:0 zwischen HFC und SVW

Der 1. FC Magdeburg landete am Mittwochabend Big Points im Kampf gegen den Abstieg. Im Kellerduell gegen den MSV Duisburg zeigten die Elbestädter eine ansprechende Leistung und drehten einen Halbzeitrückstand zu einem 2:1-Auswärtssieg. Damit verlässt der FCM die Abdtiegsränge. Parallelspiel trennten sich Halle und Mannheim torlos.

Duisburg 1:2 Magdeburg: FCM feiert zweiten Sieg in Folge

Obwohl die Namen der Kontrahenten eher nach 2. Bundesliga klangen, gab es am Mittwochabend in Duisburg Drittliga-Existenzkampf vom feinsten zu sehen: der Drittletzte aus Magdeburg musste beim Vorletzten antreten. Durchaus bemerkenswert, dass beide Teams zuletzt einen Sieg einfahren und das lädierte Selbstvertrauen kräftigen konnten. In der Anfangsphase bewiesen allerdings nur die Magdeburger ihre neue Stärke. Der FCM suchte den Weg nach vorne, Steiniger gab zwei erste Warnschüsse ab (2./6.). Ungleich größer die Chance, die sich dem Offensivmann in der 10. Minute bot: Nach Sané-Pass umspielte Steininger Duisburgs Torhüter Weinkauf, legte sich die Kugel aber zu weit vor – Außennetz! Im Gegenzug stellte der MSV das Geschehen beinahe auf den Kopf, Schmidt verwendete selbigen nach einem Eckball und zielte haarscharf am linken Pfosten vorbei (12.). Doch die Gäste blieben am Drücker, Jacobsen verfehlte nur knapp (16.).

Umso überraschender, was dann geschah: Nach einem Sicker-Zuspiel fand sich Engin allein in der FCM-Hälfte wieder. Der Angreifer marschierte in Richtung Tor, behielt vor Schlussmann Behrens die Nerven und brachte bis zu diesem Zeitpunkt auffällig schwache Zebras in Führung (22.). Der Treffer verfehlte seine Wirkung nicht. Magdeburg blieb zwar überlegen, zeigte sich bis zur Pause jedoch längst nicht mehr so durchsetzungsstark. Anders als noch zu Spielbeginn waren in der zweiten Halbzeit erst einmal die Duisburger am Zug. Stoppelkamp setzte Sicker in Szene, der auf links den Turbo einschaltete und aus spitzem Winkel an einem stark reagierenden FCM-Keeper scheiterte (49.). Es war wohl ausgleichende Gerechtigkeit, dass die Elbestädter just in dieser Phase zum Ausgleich kamen. Über Sané landete die Kugel auf der rechten Seite bei Ernst, der umgehend zu Granatowski in das Zentrum zurückspielte. Der Neuzugang behielt gegen die unsortierte MSV-Abwehr die Ruhe und schob ein (55.).

Die Partie gestaltete sich im Anschluss völlig offen. Allerdings schien die Intensität der ersten Hälfte ihren Tribut zu fordern, sodass sich das Geschehen zunehmend in das Mittelfeld verlagerte. Dann bewies Thomas Hoßmang allerdings ein glückliches Händchen. Der FCM-Trainer brachte Leon Bell Bell, welcher wenig später eine Sané-Vorarbeit aus kurzer Distanz in die Maschen drückte (75.). Plötzlich war wieder Feuer drin, Duisburg versuchte sich an der direkten Antwort. Diese hätte der ebenfalls eingewechselte Hettwer um ein Haar geliefert als er den weit vor dem Tor postierten Behrens überraschte, die Kugel aber haarscharf neben den rechten Pfosten setzte (78.). Gefährlicher wurde es für das Magdeburger Tor nicht mehr. Während der MSV Vorletzter bleibt, springt der FCM mit dem zweiten Dreier in Folge auf einen Nichtabstiegsplatz. Schon am Samstag können die Hoßmang-Schützlinge beim Erzrivalen aus Halle nachlegen. Duisburg wird zeitgleich im Heimspiel gegen Rostock Wiedergutmachung betreiben wollen.

Halle 0:0 Mannheim: Seegert hat den Siegtreffer auf dem Fuß

Einen echten Wegweiser stellte das Duell zwischen dem Halleschen FC und Waldhof Mannheim dar. Beide Mannschaften waren im Mittelfeld der Tabelle platziert, Halle hatte in der bisherigen Runde lediglich zwei Zähler mehr angehäuft als die "Buwe". Dass besonders die Hausherren nach der herben Pleite gegen Bayern II etwas zu beweisen hatten, zeigte sich von Beginn an. Der HFC setzte Mannheim umgehend unter Druck, kam aber zunächst nicht zu gefährlichen Abschlüssen. Gegen eine konzentrierte Waldhof-Defensive änderte sich das erst in Spielminute 22: Reddemann schickte Manu auf rechts, SVW-Keeper Königsmann parierte den folgenden Abschluss im kurzen Eck. Weitere HFC-Möglichkeiten blieben erst einmal aus. Stattdessen übernahmen die Mannheimer das Kommando, zeigten sich bei ersten Offensivaktionen jedoch nicht zielstrebiger.

Auf regengetränktem Untergrund fiel es den Mannschaften bis zum Ende des ersten Durchgangs äußerst schwer, sich bis vor das gegnerische Gehäuse durchzuspielen. Einzig ein Standard von Eberwein sorgte nochmals für etwas Gefahr und landete am Außennetz (32.). Wie schon in Halbzeit eins gehörten Halle auch nach Wiederanpfiff die ersten Szenen. Brenzlig wurde es nach einer Ecke, Papadopoulos verpasste am zweiten Pfosten nur knapp (47.). Ansonsten blieb es bei einem zähen Ringen, außer der ein oder anderen Halbchance tat sich vor beiden Toren wenig. Doch die Hausherren bemühten sich um Spielkultur. Boeder startete einmal über rechts und band Lindenhahn ein, der eher zufällig den im Strafraum postierten Titsch-Rivero fand. Letzterer schloss ab, scheiterte aber am Rücken von Mannheim-Verteidiger Seegert (59.).

Die Gastgeber witterten ihre Chance. Nur zwei Zeigerumdrehungen später trat Eberwein nach einem Gohlke-Fehlpass in Erscheinung, fand aber in SVW-Keeper Königsmann seinen Meister (61.). Mannheims Offensivbemühungen waren hingegen kaum der Rede wert. Sinnbildlich: Die einzig aussichtsreiche Situation machte Boyamba zunichte, indem er sich das Leder im Strafraum zu weit vorlegte (65.). Halle blieb das überlegene Team, kam aber auch in der Schlussphase nicht mehr entscheidend zum Zug. Den Lucky Punch setzten dafür fast die Gäste, Seegert traf in der Schlussminute aber nur den Pfosten (90.). Letztlich trennten sich die Mannschaften mit einem leistungsgerechten Unentschieden, das logischerweise kaum Veränderungen in der Tabelle bewirkt. Wohin die Reise für Halle und den SVW geht, muss sich an anderer Stelle zeigen. Für den HFC steht am Samstag das Derby gegen Magdeburg an, Mannheim ist derweil bei Viktoria Köln gefordert.

 
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