1. FCM: DFB-Pokal-Einzug mit unerwünschtem Nebeneffekt?

Mit dem dritten Sieg in Serie hat sich der 1. FC Magdeburg den vierten Tabellenplatz zurückerobert und steht kurz davor, vorzeitig die Teilnahme am DFB-Pokal perfekt zu machen. Es benötigt nach dem 1:0-Erfolg über den VfB Stuttgart II einzig einen Heimsieg gegen die Würzburger Kickers, um Rang 4 zu sichern. Ein kleiner, unerwünschter Nebeneffekt stellt sich dann jedoch ein…

Halle dank Magdeburg im DFB-Pokal?

Gewinnt der FCM gegen den Mitaufsteiger, würde einerseits das Finale im Sachsen-Anhalt-Pokal zwischen den 1. FCM und dem Erzrivalen Hallescher FC etwas an sportlicher Bedeutung verlieren und anderseits dürfte der HFC als Zweiter im Pokal direkt und unabhängig vom Ausgang des Finales ebenso im Pokal antreten. Magdeburg könnte Halle also schon am 38. Spieltag in den Pokal bringen – eine heikle und pikante Geschichte, zumal schließlich auch die Möglichkeit besteht, den HFC vollständig herauszukegeln. Dann dürfte die Elf von Jens Härtel allerdings höchstens den fünften Rang in der Liga belegen, das hängt wiederum vom Ergebnis der Würzburg-Partie ab. Aber der Reihe nach: Wer hätte überhaupt gedacht, dass der 1. FC Magdeburg am 37. Spieltag auf den vierten Platz hüpfen kann? Wohl nicht viele, aber die Konkurrenz aus Großaspach und Osnabrück spielte mit und musste sich jeweils seinem Gegner geschlagen geben.

Sowislo macht den goldenen Treffer

Währenddessen entwickelte sich im Gazi-Stadion auf der Waldau ein echtes Geduldsspiel beim bereits abgestiegenen Tabellenletzten Stuttgart II. Über die erste Halbzeit kann guten Gewissens der Mantel des Schweigens gehüllt werden – Torchancen waren bis auf zwei Abschlüsse von Christian Beck und Manuel Farrona-Pulido Mangelware, denn die Schwaben erwiesen sich trotz der sportlichen Bedeutungslosigkeit der Partie nochmals als unangenehmer Gegner für Härtel und Co. Vieles deutete daher nach 45 Minuten auf ein 0:0 ein, doch Marius Sowislo hatte kurz nach dem Seitenwechsel etwas dagegen: Nach einem wuchtigen Pfostentreffer von Nico Hammann schaltete der Routinier am Schnellsten und grätschte das Leder ins rechte Eck (47.). Weil Jan Glinker danach noch einmal parierte und der FCM gleich mehrere Konter nicht im VfB-Gehäuse unterbrachte, blieb es beim knappen 1:0-Erfolg für Magdeburg, der sich nach einer langen Auswärtsflaute mittlerweile bis auf den neunten Platz in der Gasttabelle vorgeschoben hat.

Schlussendlich fehlt nur wenig zum Relegationsplatz

Was bleibt neben der guten Ausgangsposition im Rennen um den DFB-Pokal übrig? Festgehalten muss aus Magdeburger Sicht auch: Wird das letzte Saisonspiel gegen die Würzburger Kickers gewonnen, werden schlussendlich nur zwei Pünktchen zum Relegationsplatz fehlen. Es ist leicht, diese vergebenen Punkte aufzuzählen. Da war beispielsweise ein unnötiger Punktverlust im Hinspiel gegen die Stuttgarter Reserve, auch in Mainz und Bremen hatten die Blauen schon zum Saisonbeginn jeweils spät ihren Vorsprung verspielt. Besonders die kurze Schwächephase zwischen Mitte März und April tut nun nochmals weh, als der FCM lediglich einen Zähler aus vier Partien einfuhr. Dennoch überwiegt natürlich nach der jüngsten Siegesserie das Positive in einer neuerlichen herausragenden Spielzeit. Und kann diese am kommenden Samstag mit einem Sieg abgeschlossen werden, dann dürfte den Anhängern in Magdeburg vielleicht sogar egal sein, dass sie ihren ungeliebten Rivalen damit ebenfalls in den nationalen Pokalwettbewerb befördern.

   
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