Luka Odak: Der Schiedsrichter hat das Spiel nicht entschieden

Aufgrund einer harmlosen Vorstellung musste der FC Rot-Weiß Erfurt nach drei Siegen in Folge ohne Gegentor in Rostock wieder als Verlierer vom Rasen gehen. Der Fakt selber, dass  die Siegesserie gerissen ist, überraschte wenig. Lediglich die Art und Weise, wie diese Niederlage zustande kam, sorgte für Ernüchterung im Lager der Erfurter Anhänger und Spieler. Einzig die Tatsache, dass man trotz der Niederlage Tabellendritter bleibt, sorgte für ein wenig Beruhigung.

Odak: Situation muss nicht gepfiffen werden

Das 67. Aufeinandertreffen beider Teams war bereits nach 33 Sekunden entschieden. Ohne ein einziges Mal den Ball berührt zu haben, musste man das sehr frühe 0:1 durch David Blacha hinnehmen. Keeper Philipp Klewin warf sich mutig in den Schuss, war jedoch machtlos. Im Vorfeld des Tores kam RWE-Spieler Luka Odak gegen den Matchwinner im Eins-gegen-Eins zu Fall. Gegenüber liga3-online.de sagte der rechte Verteidiger der Thüringer, dass der Arm seines Gegenspielers draußen war, man diese Situation jedoch nicht abpfeifen muss. "Der Schiedsrichter hat das Spiel jedenfalls nicht entschieden", so Odak, dessen Proteste sich Richtung Schiedsrichter in Grenzen hielten. Geschockt vom frühen Rückstand, fiel dem Drittplatzierten nicht viel ein. Einzig in Minute 29, als Mijo Tunjic im Sechzehner der Hanseaten völlig freistand, der Ball von Sturmpartner Jonas Nietfeld jedoch nicht ankam, wäre die Chance zum Ausgleich dagewesen.

Mannschaft nach dem Auftritt enttäuscht

Man war in der ersten Hälfte nicht so gut, wie man hätte sein müssen, um etwas zu bewegen, sagte RWE-Trainer Walter Kogler nach den 90 Minuten zum vereinseigenen Liveradio. In Halbzeit zwei sah der Österreicher seine Mannschaft besser und machte sogar ein leichtes optisches Übergewicht aus. "Wir waren sehr bemüht, haben uns aber nicht richtig durchsetzen können", analysierte er kurz und präzise nach dem Abpfiff. "Man kann von uns nicht erwarten, dass wir so stabil stehen, dass wir überall Punkte holen. Wir konnten uns kaum durchsetzen, Hansa hat verdient gewonnen", so der 45-Jährige gegenüber der "Thüringer Allgemeine" (TA). Auch Unglücksrabe Odak pflichtete seinem Trainer gegenüber liga3-online.de bei und fügte an, dass Hansa clever gespielt und vollen Einsatz gezeigt hat. "So wie wir in den letzten Spielen." Das Fehlen des zuletzt starken Kevin Möhwald, der in diesem Jahr wohl nicht mehr auflaufen wird, und Routinier Nils Pfingsten-Reddig, der erkrankt zu Hause blieb, war der Erfurter Mannschaft anzumerken. Aus dem Mittelfeld heraus kamen zu wenige gute Ansätze. So lebte das Spiel zum Schluss hin von der Spannung, nicht von der Ansehnlichkeit. Hätte Johan Plat kurz nach Wiederanpfiff freistehend nicht die Latte, sondern das Tor getroffen, hätten die 10.000 Zuschauer frühzeitig die Heimreise antreten können. "Leider hat uns diesmal kein Standard wie gegen Darmstadt geholfen", sagte Maik Baumgarten, der im Mittelfeld neben Marco Engelhaft zum Einsatz kam, gegenüber der "TA".

Kogler muss erneut umbauen

Zu der ernüchternden Leistung kommt hinzu, dass Walter Kogler beim kommenden Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken erneut umbauen muss. Andre Laurito sah nach einem Foulspiel seine fünften gelbe Karte und muss aussetzen. Die einzig gute Nachricht für die Rot-Weißen kam von den anderen Plätzen. Da die Konkurrenz aus Unterhaching und Wiesbaden auch nicht gewann, steht man weiterhin auf dem dritten Tabellenplatz. Beim Heimspiel gegen die Saarländer bedarf es einer gewaltigen Steigerung, um die nächste Siegesserie zu starten.

FOTO: Marcel Junghanns / Klettermaxe Photographie / Fototifosi

 

   
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