Löwen lösen Pokal-Ticket: Köllner-Verbleib unter einer Bedingung

Volle Hütte, bestes Wetter und ein Spektakel auf dem Rasen: Die 15.000 Zuschauer im Grünwalder Stadion hatten ihr Kommen nicht bereut, sahen einen 6:3-Erfolg des TSV 1860 München gegen Borussia Dortmund II. Somit sicherten sich die Löwen Platz vier und die Teilnahme am DFB-Pokal. Marcel Bär erhielt zudem die Torjägerkanone. Auch in die Personalie Michael Köllner könnte bald Bewegung kommen. 

"Das war einen Ticken disziplinlos"

Löwenherz, was willst du mehr? Mit einem Neun-Tore-Spektakel verabschiedete sich die Mannschaft in die Sommerpause, bot seinen Anhängern noch einmal richtig viel guten Fußball und Grund zum Jubeln. Das Wichtigste: Die Sechzger haben ihren knappen Vorsprung durch den Sieg gehalten und sich den vierten Tabellenplatz gesichert. Trotz des Ausscheidens aus dem Landespokal darf der Klub somit in der kommenden Saison in der ersten Runde des DFB-Pokals antreten.

Die Hausherren legten gut los, führten durch Stefan Lex (18.) und Marcel Bär (21.) schon beruhigend mit 2:0 und schienen klar auf Kurs vierter Platz zu sein. Doch die Partie drohte noch einmal zu kippen. Zuerst traf Antonios Papadopoulos per Freistoß (23.). Sekunden vor dem Halbzeitpfiff glich Justin Njinmah aus (45.). "Das war einen Ticken disziplinlos, das muss man den Spielern dann auch mal sagen", verriet Trainer Michael Köllner im Interview mit der "Telekom", wie die Halbzeitansprache ablief. Denn der Konkurrent aus Mannheim führte schon mit 3:0, hätte dem TSV noch den vierten Rang weggeschnappt. Ein Sieg war deshalb Pflicht.

"Für mich etwas ganz Großes"

In der 50. Minute waren die BVB-Talente sogar kurz vor dem 3:2, Marco Hiller im Münchner Kasten verhinderte den Rückstand. Nur vier Minuten später schlug Merveille Biankadi zu, besorgte das 3:2 für die Gastgeber. "Das war der Knackpunkt", meinte Bär. Der nach 59 Minuten das 4:2 und damit seinen 21. Saisontreffer nachlegte. Yannick Deichmann (75.), Haymenn Bah-Traore (83.) und Dennis Dressel (84.) sorgten für die weiteren Treffer.

Neben Rang vier konnten sich die Giesinger auch das zweite Mal in Folge die Torjägerkanone sichern. Marcel Bär beerbte Sascha Mölders und erhielt den Titel und die Trophäe nach dem Spiel überreicht. "Für mich persönlich ist das etwas ganz Großes. Ich habe am eigenen Leib mitbekommen, wie schwer es ist, so etwas zu holen", sagte der 29-jährige Angreifer. "Die Konkurrenz ist groß. Aber das ist ein Verdienst der Mannschaft." Ein großes Dankeschön richtete er auch noch an seine Frau, die ihm nach der Geburt des Kindes "in den vergangenen Wochen jede Nachtschicht abgekommen" habe, damit er seinen nötigen Schlaf erhalten kann. Allein drei Doppelpacks in den vergangenen vier Partien zeigen, dass der Plan aufging.

Wie geht es mit Köllner weiter?

Während Bär noch einen Vertrag für die kommende Saison hat und aller Voraussicht nach bleibt, ist weiterhin spannend und offen, wie es für Trainer Michael Köllner weitergeht. "Für mich gibt es keine Zweifel an der Personalie", erklärte Günther Gorenzel, Geschäftsführer Sport. Der Coach selber gab sich etwas verschwiegener. "Wir brauchen nächstes Jahr ein starkes Sechzig München", so der 52-Jährige bei "MagentaSport". Das Ziel ist klar: Der Aufstieg soll endlich gelingen. Doch Köllner möchte eine starke Mannschaft, mit der dieses vorhaben auch gelingen kann. "Sollte es dazu kommen, dann auch mit Michael Köllner", meinte er.

Doch noch seien keine Zugänge und Verlängerungen vermeldet worden, argumentierte er seine Zurückhaltung. Das wird sich aber bald ändern. "Wir haben unsere Hausaufgaben in den letzten Wochen gemacht. Wir haben einige Spieler an uns gebunden und sind auch noch dabei, Dinge final zu verhandeln. Das betrifft eigene Spieler und Spieler von außen", stelle Gorenzel klar. So wurde auch Richard Neudecker noch nicht verabschiedet. "Bei einigen Spielern sind die Würfel noch nicht gefallen. Man wird sehen, was sich die nächsten Tagen und Wochen bei der einen oder anderen Personalien noch ergibt."

   
  • Schokofan

    Ein alternder Mölders der das Tor nicht mehr getroffen hat, ein unstabiler Lex, sonst keinerlei Konkurrenz für Bär, da sind die Voraussetzungen einfacher die Torjägerkrone zu holen. Das wird in der neuen Saison wahrscheinlich ganz anders laufen. Da muss er sich neu Beweisen und so leicht wirds ihm dann nicht gemacht.

    Und wenn Köllner Bedingungen zum verbleib stellt müssten das die Verantwortlichen auch. Köllner redet wie ein Wasserfall in Pressekonferenzen rumkommt für das allerdings viel zu wenig an Leistungen. Es muss seine eigene Arbeitsweise von A bis Z genauso kritisch auf den Prüfstand , sonst kann man eine Mannschaft zusammenkaufen, aber wenn er seinen eingefahrenen Stiefel wieder macht, nützt das nichts.

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