Lauterns Döpper schwärmt: "Diese Gesänge, da kriege ich Gänsehaut"

Durch den 3:0-Erfolg gegen den TSV Havelse hat der 1. FC Kaiserslautern den Vorsprung auf den dritten Rang vorerst auf vier Punkte vergrößert. Der Traum vom Aufstieg nimmt bei den Pfälzern immer konkretere Formen an. Einer der Gründe für den Erfolg sei laut Co-Trainer Frank Döpper der Teamgeist.

"Die Menschen haben das einfach verdient"

"Marco, ich sage dir, egal was passiert, so einen Zusammenhalt wie hier habe ich noch nie erlebt", hatte Döpper zuletzt zu FCK-Cheftrainer Marco Antwerpen gesagt. Dies erzählte der 50-Jährige nun in einem Podcast beim "SWR". Neid sei innerhalb des Teams nicht vorhanden. Der mannschaftliche Erfolg stehe im Mittelpunkt. "So ein Teamspirit macht zehn Punkte in der Saison aus", meinte der gebürtige Bergisch Gladbacher. Auch Mannschaftsabende, an denen fast der gesamte Kader teilnimmt, seien ein Zeichen für die herausragende Teamchemie. "Dann komme ich in die Stadt und sehe 17 Jungs von uns und weiß gar nicht, wen ich zuerst begrüßen soll. Das macht mir unfassbar viel Spaß, das zu sehen."

Nach 30 Spielen, 16 Siegen und nur sechs Niederlagen konnte die Mannschaft auch die Fans von sich überzeugen. "Die Leute wollen einfach sehen, dass du für diesen Verein lebst und alles rausknallst", so Döpper. Wenn es letztlich nicht für einen Sieg reicht, "dann ist das so, wenn der Gegner besser war. Aber die Leute sehen, ob du alles rausgeknallt hast oder nicht. Marco und ich leben das vor, weil wir gesagt haben, die ganze Region und die Menschen haben das einfach verdient". Überzeugt waren die Fans auch nach dem Sieg gegen Havelse, der das Tor zur Zweitliga-Rückkehr wieder ein Stück weit mehr geöffnet hatte. "Nach Havelse habe ich meiner Frau gesagt: 'Die sind alle geisteskrank hier, hör dir das mal an. Diese Gesänge, da kriege ich Gänsehaut’", schwärmte der Assistent.

"Dann haben die eine Woche keinen Ball gesehen"

Sich in einer Phase zu mögen, in der es auf dem Platz läuft, ist natürlich einfacher. Döpper und Antwerpen kennen auf dem Betzenberg aber auch andere Zeiten. In der vergangenen Saison war der Klub tief in der Krise, sah zwischenzeitlich schon wie ein sicherer Absteiger in die Regionalliga aus. Nach einer 0:1-Niederlage beim 1. FC Magdeburg am 29. Spieltag riss dem Trainer-Duo dann der Geduldsfaden. "Da haben wir nachts im Bus gesagt: Die sind im Spiel nicht gelaufen, dann laufen sie jetzt nach dem Spiel." Gesagt, getan: "Dann haben wir um ein Uhr nachts einfach mal das Flutlicht auf dem Betzenberg angemacht und dann haben die eine Woche keinen Ball gesehen", schilderte Döpper den Versuch, die Spieler wachzurütteln. Mit Erfolg: In den folgenden zehn Partien gab es nur noch eine Niederlage und vier Siege. Die Klasse wurde gehalten. Nur ein Jahr später wäre das eine enttäuschende Nachricht.

   

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