Landespokal: Großaspach wankt, Aalen stolpert

Zweimal Viertelfinale im WFV-Landespokal am Mittwochabend. Der VfR Aalen verliert im Elfmeterschießen mit 3:6 gegen den ehemaligen Bundesligisten SSV Ulm 1846. Bei den Stuttgarter Kickers aus der Regionalliga Südwest setzte sich die SG Sonnenhof Großaspach mit 2:1 durch.

Ulm 6:3 i.E. Aalen: Müller und Geyer zeigen Nerven

Im ersten Viertelfinale traten die Rekordsieger dieses Wettbewerbs gegeinander an – beide gewannen den Pokal bereits sieben Mal. Bei den Aalenern war nach der Pleite in Bremen Wiedergutmachung angesagt. Trainer Peter Vollmann schickte gegen den ehemaligen Bundesligisten und heuten Regionalliga-Teilnehmer SSV Ulm 1846 deswegen auch seine erste Elf auf den Platz. Dennoch mussten die Gäste den ersten Rückschlag hinnehmen, denn schon früh in der Partie musste Angreifer Matthias Morys verletzt ausgewechselt werden (8.). Die 500 mitgereisten Fans mussten fortan mehrmals durchatmen, denn besonders Ulm-Stürmer Steffen Kienle wurde mehrmals aussichtsreich freigespielt (16., 25.). Bis zur Halbzeitpause stabilisierte sich der Drittligist wieder, Ulm hatte bis dato aber mehr vom Spiel.

Diesen Umstand nutzten die Hausherren mit der ersten Aktion nach der Pause aus. Nach einem Doppelpass schob Ardian Morina ins Tor – der Außenseiter führte (47.). Die nächste Großchance konnte Ulm nicht nutzen, im direkten Gegenzug kassierte der Viertligist den Ausgleich durch ein Eigentor von Michael Schindele (61.), dem eine Flanke von Gerrit Wegkamp vorausging. Anschließend kämpfte sich Ulm durch die Partie, in der Aalen immer stärker wurde, jedoch keinen weiteren Treffer in der regulären Spielzeit erzielen konnte.

In der Verlängerung entwickelte sich die Partie zu einer reinen Nervenschlacht, die die Favoriten aus Aalen beinahe für sich entschieden: Gerrit Wegkamp gelingt am langen Pfosten der Treffer nach einer Flanke (115.) und das war auch verdient – doch Ulm steckte nicht auf und kam zwei Minuten später zum direkten Gegenzug. Thomas Rathgeber hielt den Kopf bei einem Freistoß genau richtig hin (117.). Das bedeutete Elfmeterschießen und keinen guten Ausgang für die Aalener. Während alle Ulmer Torschützen erfolgreich abschlossen, zeigten Aalens Abwehrmänner Robert Müller und Thomas Geyer Nerven. Der SSV Ulm 1846 zieht somit ins Pokal-Halbfinale ein und treffen dort möglicherweise auf den Sieger der nächsten Partie.

Stuttgart 1:2 Großaspach: Pelivans Mittwochsschuss entscheidet

In einem weiteren Viertelfinale beim klassentieferen Gegner aus Stuttgart musste auch die SG Sonnenhof Großaspach schon früh einen Schock verdauen: Nach nur 20 Minuten musste Taxi Fountas das Feld verletzungsbedingt den Platz verlassen. Bis dahin waren die Gäste die aktivere Mannschaft und daran änderte sich auch fortan nichts. Folgerichtig nutzte Binakaj einen Patzer von Kickers-Keeper Varvodic trocken zur Führung aus (23.). Stuttgart beteiligte sich fortan mehr am Spielgeschehen, doch die souveräne Abwehrreihe des Drittligisten hielten dicht.

In der zweiten Hälfte wurden die Offensivbemühungen der Stuttgarter Kickers erhöht, sodass Milo Tunjic diesen Schwung zum Ausgleich nach einer hohen Hereingabe nutzen konnte (56.). Anschließend entwickelte sich eine ausgeglichene Partie zwischen beiden Teams, von denen sich die Aspacher ein kleines Chancenplus herausspielten. Für einen witeren Treffer reichte das in 90 Minuten nicht, doch kurz nach Anpfiff der Verlängerung belohnte sich die SGS erneut. Dominik Pelivan zog per Aufsetzer ab und feuerte den Ball sprichwörtlich durchs Tornetz (95.). Die Stuttgarter Kickers warfen noch einmal alles nach vorne, spielten sich mehrere Standartsituationen ohne Torerfolg heraus. Am Ende verzweifelten die Kickers am Aluminium, nachdem zuerst Badiane (109.) und anschließend der eingewechselte Hoffmann (115.) ihre Schüsse jeweils an den rechten Pfosten des Gehäuses knallten.

 

   
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