Landespokal: 1860 und Würzburg scheitern, FSV und Berlin weiter

1860 München ist im Halbfinale des Landespokals gescheitert! Die Löwen unterlagen dem Regionalligisten TSV Aubstadt nach Elfmeterschießen mit 3:4. Auch die Würzburger Kickers sind nach einem 1:3 bei Viertligist FV Illertissen ausgeschieden. Der FSV Zwickau gewann indes im Achtelfinale des Sachsen-Pokals problemlos und deutlich mit 5:0 in Kamenz, während Viktoria Berlin glanzlos mit 2:0 gegen CFC Hertha 06 siegte und damit im Finale steht.

Aubstadt 4:3 TSV 1860: Löwen-K.o. vom Punkt

Die erste Möglichkeit hatten die Hausherren, die sich aus dem Löwen-Pressing befreien konnten, aber Heinze schoss knapp am Tor vorbei (4.). Zwar waren die Sechziger in der Folge weiterhin spielbestimmend, hatten aber große Probleme mit den Aubstädtern, die sich die besseren Chancen erarbeiteten und defensiv gut standen. Auch in der Folge hatte der Favorit große Probleme, sich Offensivaktionen zu erspielen. Ein Schuss von Biankadi nach 22 Minuten war die beste Situation, aber kein Problem für Aubstadt-Schlussmann Wenzel. Gefährlich wurde es dann wieder im Löwen-Strafraum, Heinze wurde geschickt, Lang konnte im letzten Moment noch seinen Fuß in den Schuss halten (37.). Der Viertligist hatte die besseren Szenen, der TSV weiterhin große Probleme. In der 43. Minute hatten die Hausherren einen Freistoß in guter Position zugesprochen bekommen, den Versuch von Feser konnte Kretzschmar aber mit einer starken Parade zur Ecke klären. So ging es torlos in die Pause. Trainer Köllner hatte in dieser sicherlich viel zu tun, denn Ansatzpunkte zur Verbesserung gab es reichlich.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am Auftritt der Löwen. Und nach 67 Minuten gingen die Hausherren tatsächlich in Führung. Nach einem Eckball war Hüttl mit dem Kopf zur Stelle und besorgte das 1:0. Nun wurde es richtig wild. Nur zwei Minuten später hatten die TSV-Profis den Jubelschrei schon in der Kehle, doch ein Kopfball von Salger landete an der Latte und anschließend nicht hinter der Linie. Nach 74 Minuten war es dann aber so weit: Bär sorgte für zumindest etwas Erlösung, nachdem sich Aubstadts Keeper und Verteidiger gegenseitig umgerannt hatten. Der Angreifer musste nur noch ins leere Tor einschieben – 1:1. Es war ein Stück weit der Weckruf für die Gäste, die nun besser im Spiel waren und zu weiteren Chancen kamen. In der Nachspielzeit bot sich Bär noch einmal die Riesen-Chance, fand aber seinen Meister in Wenzel (90.+3).

So ging es ins Elfmeterschießen. Den ersten Versuch verwandelte Salger. Kretzschmar konnte darauf den ersten Schuss der Hausherren parieren. Doch Tallig verschoss für den TSV. Nun war der Wurm drin, auch Lex scheiterte an Wenzel. Immerhin traf Biankadi und hielt sein Team im Rennen. Der Druck lag bei Bär, der treffen musste. Doch er tat es nicht. So steht der TSV Aubstadt nach drei abgewehrten Elfmetern im Finale des Landespokals, während 1860 nun mindestens Vierter werden muss, um in der kommenden Saison am lukrativen Pokal-Wettbewerb teilnehmen zu können.

Illertissen 3:1 Würzburg: Die Kickers scheitern

Die Gäste zeigten von Beginn an, dass sie die Partie mit der nötigen Seriosität angingen, hatten durch Ecken und einen Fernschuss schnell die ersten Offensivaktionen. Dennoch gingen die Gastgeber nach 13 Minuten in Führung. Nach einem Eckstoß landete der Ball am Pfosten, schließlich drückte Keckeisen diesen über die Linie zum 1:0 für Illertissen. Doch der Drittligist schlug zurück: Ein langer Ball von Perdedaj landete bei Breunig, der aus rund 16 Metern abzog und den Ausgleich erzielte (22.). Gegen Ende des ersten Durchgangs verlor die Partie an Tempo, zudem wurden die Kickers ungenauer im Passspiel – viel war also nicht los. Das änderte sich nach 39 Minuten, weil die Hausherren erneut in Führung gingen. Strobel wurde im Sechzehner freigespielt und bezwang Würzburgs Torwart Richter mit einem flachen Abschluss.

In der Pause und kurz danach wechselten die Kickers drei Mal, um mit frischen Kräften und Impulsen das Aus noch abzuwenden. Doch auch nach einer gespielten Stunde zeigte sich auf dem Feld noch kein Effekt. Im Gegenteil. Die Hausherren standen tief und stabil, lauerten auf Konter und hatten keine allzu großen Probleme mit ideenlosen Gästen. Und so kam es, wie es kommen musste. Der Regionalligist legte das 3:1 nach und sorgte für die Entscheidung. Nach einem Konter konnte Richter einen Schuss zwar noch an die Latte lenken, Kljajic schob den Abpraller dann aber ohne Probleme ins leere Tor (73.). Die abstiegsbedrohten Würzburger enttäuschten auf ganzer Linie, kassierten mit dem Landespokal-Aus den nächsten Rückschlag in dieser Saison und werden in der kommenden Spielzeit nicht im DFB-Pokal vertreten sein.

Einheit Kamenz 0:5 Zwickau: Schwäne ohne Probleme

Wie zu erwarten war, hatten die Schwäne mehr Ballbesitz, aber kamen zunächst nicht an der gute sortierten Defensive des Sechstligisten vorbei. Für diesen war es übrigens das erste Pflichtspiel seit dem 6. November des vergangenen Jahres. Die erste Chance hatten die Zwickauer, ein Kopfball von Baumann landete auf der Latte (8.). Nach einem Konter hatte Hagen die erste Möglichkeit für die Hausherren, sein Schuss ging aber deutlich über das Tor (11.). Praktisch im Gegenzug musste Kamenz-Keeper Kopittke stark gegen Willms parieren (13.). Drei Minuten später waren die Hausherren dann geschlagen: Nach Vorlage von Coskun erzielte Möker die FSV-Führung. Kamenz machte seine Sache auch weiterhin gut, traute sich phasenweise aber zu wenig zu und wurde deshalb nicht gefährlich. Nach 33 Minuten mussten die Gäste verletzungsbedingt wechseln. Für Könnecke ging es nicht mehr weiter, Schikora kam für ihn in die Partie. Kurz vor der Pause legte der Drittligist dann nach: Göbel flankte auf Lokotsch, der per Kopf zum 2:0 traf (42.).

Direkt nach dem Wiederanpfiff sorgte die Elf von Trainer Enochs für noch klarere Verhältnisse: Willms passte auf Baumann, der Stürmer erzielte in der 46. Minute das 3:0. In der Folge ließen es die Zwickauer entspannt angehen, Willms legte per Kopf das 4:0 nach (65.). Möker erzielte in der Schlussphase noch seinen Doppelpack, erhöhte auf 5:0 (81.). Somit stehen die Westsachsen im Viertelfinale des Pokals.

CFC Hertha 06 0:2 Berlin: Viktoria im Endspiel

Lange tat sich die Viktoria gegen den Fünftligisten schwer. Im ersten Durchgang fiel kein Treffer. Erst nach 59 Minuten war Soufian Benyamina erfolgreich, brachte den angeschlagenen Drittligisten in Führung. Lukas Pinckert legte kurz darauf das 2:0 nach und sorgte für die Entscheidung (65.). Es war der erste Pflichtspiel-Sieg für die Berliner seit Anfang Februar, die damit im Finale stehen und Selbstvertrauen für den Abstiegskampf gesammelt haben.

   
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