Landespokal: 1860 schlägt Ingolstadt im Elfmeterschießen

Der TSV 1860 München steht in der zweiten Qualifikationsrunde der Drittligisten im bayerischen Landespokal. Die Löwen setzten sich am Samstagnachmittag mit 5:4 nach Elfmeterschießen gegen den FC Ingolstadt durch und treffen nun am Dienstag auf Türkgücü München. Der Sieger dieses Duells steht im Viertelfinale des bayerischen Landespokals.

Große Rotation beim FCI

FCI-Trainer Thomas Oral nutzte die Partie, um vielen Spielern Einsatzminuten zu geben, die zuletzt nicht gespielt hatte. Mit Marcel Gaus und Thomas Keller waren nur noch zwei Profis in der Startelf, die auch beim 1:0-Erfolg gegen Mannheim in der Liga am vergangenen Wochenende begonnen hatte. Da die Schanzer in der Liga zum Saisonende allem Anschein nach mindestens den vierten Tabellenplatz erreichen werden, wären sie ohnehin für den DFB-Pokal qualifiziert. Der Druck, diesen über den Gewinn des Pokals zu erreichen, ist deshalb nicht allzu groß. Bei den Gastgebern hingegen gab es wesentlich weniger Änderungen in der Anfangsformation.

Die Löwen fanden besser in die Partie, hatten mehr Ballbesitz und übernahmen das Spielgeschehen, ohne jedoch in der Anfangsphase wirklich gefährlich zu werden. Die beste Chance für die Hausherren hatte Sascha Mölders. Nach einem verunglückten Schuss von Keanu Staude landete der Ball beim Angreifer. Dessen Abschluss konnte Ingolstadt-Torhüter Robert Jendrusch bei seinem Debüt parieren (17.). Auch danach waren die Sechziger etwas besser, fanden aber keine Lücken in der FCI-Defensive.

Im Laufe der ersten Halbzeit kam das Oral-Team in der Offensive besser zurecht: Nach 37 Minuten testete Maximilian Beister mit einem Schuss Löwen-Keeper Marco Hiller. Zum gleichen Duell kam es nur sieben Minuten später – dieses Mal mit dem besseren Ausgang für den Angreifer. Nach einer Flanke von Jalen Hawkins war Beister mit dem Kopf zur Stelle und traf zur 1:0-Führung.

1860 dreht Spiel, FCI verpasst späten Sieg

Wenige Momente nach dem Seitenwechsel hatten die Münchner dann Glück, keinen Strafstoß gegen sich zu bekommen: Hawkins war in den Strafraum gedribbelt und kam nach einer Berührung am Fuß zu Fall. Der Pfiff des Unparteiischen blieb jedoch aus (48.). Fünf Zeigerumdrehungen später lag der Ball dann im Tor der Gäste. Doch Mölders hatte zuvor bei der Ausführung des Freistoßes im Abseits gestanden, der Treffer zählte nicht. Aber der Kapitän sollte noch zu seinem Treffer kommen. Nach einem Handspiel von Patrick Sussek gab es Strafstoß für Sechzig. Mölders verwandelte souverän zum 1:1 (58.). Kurz darauf verhinderte Jendrusch gegen Stefan Lex (59.) und Merveille Biankadi (63.) sogar den Rückstand des FCI.

Die Löwen blieben dran – und belohnten sich mit der Führung für einen engagierten Auftritt. Stefan Salger bekam den Ball nach einem Eckstoß vor die Füße und traf aus wenigen Metern zum 2:1 (68.). Binnen zehn Minuten hatte die Elf von Trainer Michael Köllner die Partie gedreht. Doch die Freude währte nicht lange. Nach einem Konter hämmerte Gaus aus 16 Metern den Ball zum 2:2 in den Winkel und brachte sein Team wieder zurück ins Spiel (73.). Und beinahe hätte der FCI wiederum das Spiel gedreht. Nach einem Freistoß kam Fatih Kaya zum Kopfball, aber nicht an Hiller vorbei (84.). Noch besser war die Möglichkeit in der zweiten Minute der Nachspielzeit, als Hiller mit einer Sensationsparade das 3:2 für den FCI durch Nico Antonitsch verhinderte. So blieb es beim 2:2, im Elfmeterschießen musste der Sieger ermittelt werden. Dort vergab Gaus als einziger Gäste-Spieler, während 1860 makellos blieb und sich somit im Duell der Drittligisten durchsetzen konnte. Für die Köllner-Truppe geht es am Dienstag in der zweiten Qualifikationsrunde gegen Türkgücü München, das sich mit 2:0 gegen die SpVgg Unterhaching durchgesetzt hatte.

Das Elfmeterschießen im Überblick:

Keller (FCI): trifft

Dressel (1860): trifft

Gaus (FCI): verschießt

Steinhart (1860): trifft

Caiuby (FCI): trifft

Willsch (1860): trifft

Sussek (FCI): trifft

Mölders (1860): trifft

Kaya (FCI): trifft

Tallig (1860): trifft

 
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