Kwasniok: "Wir schwimmen nicht auf der Wurstsuppe daher"

Aufsteiger Saarbrücken ist nach einem furiosen Saisonstart mittlerweile seit fünf Spielen ohne Sieg, die Partie unter der Woche gegen Magdeburg musste coronabedingt abgesagt werden. Am Samstag wartet nun der FC Ingolstadt.

"Dann ist das doof"

Der 1. FC Saarbrücken hat das erste Halbjahr in der neuen Drittliga-Spielzeit fast hinter sich gebracht und dabei einen furiosen Start hingelegt. Mittlerweile beschäftigen den Aufsteiger auch Thematiken abseits des Platzes, etwa der Ausgang der Thematik rund um Abwehrspieler Marin Sverko oder der Zustand des Rasens im heimischen Ludwigsparkstadion. "Das ist schade, weil das Stadion neu ist und das Wichtigste für den Fußballer ist der Rasen", kommentierte FCS-Cheftrainer Lukas Kwasniok am Rande der Pressekonferenz vor dem letzten Liga-Spiel des Jahres.

Unter der Woche sind dies allerdings keine Themen für die Mannschaft, im Gegensatz zur vergangenen Spielabsage für Mittwoch. "Es ist gar kein Vorteil. Wir waren schon im Bus und hatten schon mehr als die Hälfte des Weges hinter uns", blickte der Coach zurück und schloss dabei aus, dass der FCS nun kräftemäßig anders in die Partie gehen könnte, als der Gegner aus Ingolstadt. Für Kwasniok spielt auch die psychologische Komponente dabei eine Rolle: "Wenn du den Fokus auf einen Gegner legst und dich vorbereitest, dann ist das doof. Du musst danach die Woche umgestalten und die Jungs müssen erstmal wieder herunterfahren."

"Waren keine grottenschlechte Spiele"

Nun heißt der kommende Gegner Ingolstadt, die Partie ist auf dem Papier ein Spitzenspiel zwischen dem Zweiten und Vierten. "Ich schaue ganz selten auf die Tabelle, weil es einfach nichts bringt", wollte sich der FCS-Trainer davon aber gar nicht ablenken lassen. Stattdessen liegt der Fokus auf der Ingolstädter Mannschaft, die "keinen spektakulären, aber sehr reifen Fußball" spielt und "nicht zu schade ist, ein Fehlervermeidungsspiel zu führen". Kwasniok rechnete also damit, dass die Schanzer den Fokus möglicherweise auch auf die Verteidigung des eigenen Kastens legen werden.

Diese zu durchbrechen, wird unter anderem die Aufgabe von Sebastian Jacob sein. "Die Punktausbeute war in Anführungszeichen richtig schlecht, aber in der Analyse sieht man, dass es keine grottenschlechte Spiele waren", wollte der FCS-Stürmer auf den Ergebnissen der vergangenen Partien aufbauen, obwohl nunmehr fünf Spiele ohne Sieg dastehen. Von der Qualität seines Kaders war Kwasniok auch in der Mini-Krise überzeugt, ansonsten "wären wir ja nicht ganz weit oben in der Tabelle". Für den Coach gilt daher auch vor dem Spiel gegen Ingolstadt: "Es ist nicht so, dass wir auf der Wurstsuppe dahergeschwommen kommen. Wir können auch ein bisschen etwas."

 
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