Krämer hadert mit KFC-Pleite gegen Verl: "Ein Witz"

Geführt, aber dennoch verloren: Der KFC Uerdingen musste am Freitagabend beim 1:2 gegen den SC Verl eine bittere Pleite einstecken und wartet nun seit drei Spielen auf einen Sieg. Trainer Stefan Krämer war nach Spielende bedient.

"Quasi ein Eigentor"

Als Peter van Ooijen kurz nach der Pause für die 1:0-Führung sorgte, war die Welt beim KFC noch in Ordnung. "Bis zum 1:0 war ich super zufrieden. Wir sind hochverdient in Führung gegangen", sagte Krämer bei "MagentaSport". In der Tat waren die Krefelder auf schwer bespielbarem Rasen das bessere, weil engagiertere Team. Doch was passiert dann? Anstatt die Riesenchance von Kolja Pusch auf das 2:0 zu nutzen, leistete sich der KFC nach 67 Minuten einen individuellen Fehler, als Patrick Göbel den Ball im eigenen Strafraum verlor, und brachte Verl damit zurück ins Spiel. "Das war quasi ein Eigentor", haderte Krämer und meinte: "Wenn der individuelle Fehler nicht passiert, spielen wir 1:0. Und wenn wir das 2:0 machen, bekommen wir keine Probleme mehr."

Doch am Ende brachte Uerdingen nicht mal einen Zähler ins Ziel, weil Zlatko Janjic in Minute 78 auf 2:1 für die Gäste erhöhte. "Beim Pass zuvor sind wir mit 7:1 in der Überzahl. Da darf es nicht passieren, dass er zum Schuss kommt", attestierte Krämer seiner Hintermannschaft in dieser Situation kein gutes Stellungsspiel. Ohnehin war der KFC-Coach mit dem Auftritt seiner Mannschaft nach dem ersten Gegentor nicht zufrieden: "Wir haben uns zu tief fallen lassen und um ein Gegentor gebettelt. Die Überzeugung ging verloren. Es ist unser Problem, dass wir die klaren Dinger nicht machen."

Aufwand passt nicht zum Ertrag

So geht der KFC mit nur einem Punkt aus der Englischen Woche und verharrt damit im Mittelfeld. "Das ist natürlich deutlich zu wenig", sagte Krämer und haderte vor allem mit den beiden Niederlagen gegen Halle und Verl. "Null Punkte für diesen Aufwand und diese Leidenschaft in den beiden Spielen sind ein Witz. Meine Jungs tun mir unfassbar leid, ich muss sehen, dass ich sie wieder aufgebaut bekomme." Die Überzeugung von der eigenen Mannschaft ist derweil ungebrochen: "Sie hat eine gute Mentalität und eine große Perspektive."

Bitter derweil: Muhammed Kiprit brachte den Ball gleich zweimal im Tor unter, wurde aber jeweils wegen Abseits zurückgepfiffen. Beim zweiten Mal war der 21-Jährige deutlich einen Schritt zu weit vorne, in der ersten Szene war es knapp. "Das war gleiche Höhe und daher ganz klar Tor", schimpfte Kolja Pusch im "Telekom"-Interview und sprach von einer "unglücklichen Niederlage". Mit Jan Kirchhoff, der sich beim Aufwärmen laut Krämer an den Adduktoren verletzt hat, und Gustav Marcussen ("Könnte ein gebrochener Zeh sein", Krämer) hat der KFC neben der Partie gleich zwei Spieler verloren. Bei der Partie in Dresden am kommenden Samstag werden sie wohl fehlen.

 
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