Koschinat zufrieden: "Viel besser wird Fortuna Köln nicht spielen können"

Dank eines Tores von Daniel Keita-Ruel und einem gehaltenen Foulelfmeter durch Torhüter Tim Boss feiert Fortuna Köln einen 1:0-Heimerfolg gegen Wehen Wiesbaden und rückt bis auf drei Punkte an den Relegationsrang heran. Dennoch zeigte sich Fortuna-Trainer Uwe Koschinat auf der anschließenden Pressekonferenz gewohnt ehrlich und sprach von einem unverdienten Sieg.

Koschinat bedankt sich bei Torhüter Tim Boss für eine "Heldentat"

Uwe Koschinat ist ein Mann der klaren und offenen Worte, so kennen sie ihn bereits seit Jahren in der Kölner Südstadt und dafür wird er hier auch immer wieder vom eigenen Anhang gefeiert. Und so war es dem 46-Jährigen auch nach dem Spiel gegen Wehen Wiesbaden wichtig, den Erfolg vernünftig einzuorden: "Ich glaube, so wenig wie wir eine Niederlage in Karlsruhe verdient haben, so wenig war das heute ein Sieg", zog Koschinat den Vergleich zur unnötigen 0:1-Niederlage in der Vorwoche und wusste, bei wem er sich für die drei Punkte gegen Wiesbaden bedanken musste.

"Das war eine absolute Heldentat von Tim da den Ball rauszuholen und den Dreier für uns zu sichern. Wenn der Elfmeter reingeht, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Gegner das Spiel hier heute zieht, sehr hoch", lobte der Trainer seinen Torwart Tim Boss, der nach 74 Minuten beim Stand von 1:0 glänzend gegen Stephan Andrist parierte. Zu diesem Zeitpunkt hatte Wehen Wiesbaden bereits deutlich mehr von der Begegnung und war drauf und dran das Ergebnis noch zu korrigieren, nachdem die Anfangsphase noch klar den Kölnern gehört hatte.

Aktuelle Trainingsbedingungen erschweren ein besseres Spiel

"Wenn ich nur mal das Verhalten der Mannschaft betrachte, haben wir wieder 20 Minuten gespielt, von denen ich sage, viel besser wird Fortuna Köln nicht Fußball spielen können", lobte Koschinat seine Spieler für die Anfangsviertelstunde, hatte generell aber auch Kritik parat: "Was ich der Mannschaft, wie schon gegen Unterhaching, vorwerfen muss, ist, dass wir es in Richtung Strafraum viel zu kompliziert spielen und immer nochmal versuchen eine bessere Lösung zu finden, nicht abschließen und dann zum Teil auch technisch unsauber spielen."

Entschuldigend fügte Koschinat aber auch gleich noch die aktuellen Trainingsbedingungen an, schließlich habe man zwei Wochen nicht mehr vernünftig auf dem Platz trainieren können. "Du kannst deine Mannschaft immer wieder an Abläufe und an taktische Faktoren erinnern, aber sie täglich zu erarbeiten ist für uns aktuell in keinster Form möglich." Dennoch reichte es gegen Wehen Wiesbaden für einen Sieg, laut Koschinat die Belohnung für einige Punkte, die man in den Vorwochen trotz vernünftiger Leistungen liegen gelassen habe. Für Fortuna Köln geht es nun bereits am kommenden Freitag weiter, zu Gast ist ab 19 Uhr dann der Tabellen-Vorletzte aus Bremen. Mit einem weiteren Erfolg könnte sich Köln dann wieder endgültig im Rennen um den Relegationsplatz zurückmelden.

   
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