Kommentar zum VfL: Auf die eigenen Stärken vertrauen

Der Start in das Fußballjahr 2013 verlief für den VfL Osnabrück alles andere als nach Plan. Gingen die Lila-Weißen am 23. Spieltag noch als Tabellenführer der 3. Liga mit vier Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz in das Topspiel gegen den Karlsruher SC (2:3), stehen sie nach dem zweiten Spiel im neuen Jahr gegen den FC Rot-Weiß Erfurt (1:2) nun nur noch auf dem 3. Platz. Zwei Niederlagen zum Jahresauftakt – ist der VfL doch noch nicht so aufstiegstauglich wie gedacht?

Pech gegen Karlsruhe – Schwach gegen Erfurt

Die Frage ist wohl derzeit noch klar mit "Nein" zu beantworten – schließlich ließ der VfL Osnabrück bereits am ersten Spieltag im neuen Jahr gegen den Karlsruher SC erkennen, dass er da anknüpfen kann, wo er 2012 aufgehört hat. Auch wenn die Lila-Weißen in diesem Spiel mit umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen hadern und satte 70 Minuten in Unterzahl gegen eine der spielstärksten Mannschaft der Liga spielen mussten, war die Leidenschaft und der Einsatzwille sowie die fußballerische Qualität wieder zu erkennen – schließlich stand man in Unterzahl noch knapp vor dem 3:3-Ausgleich gegen den KSC. Die Niederlage gegen Karlsruhe kann aber dementsprechend nicht als Maßstab für das genommen werden, was der VfL zu leisten imstande ist. Gegen den FC Rot-Weiß Erfurt am vergangenen Wochenende fehlte dann jedoch so einiges von dem, was man von den Osnabrückern gewohnt ist. Die Bissigkeit war kaum vorhanden, echte Torchancen waren Mangelware und letzten Endes war die 1:2-Niederlage gegen den RWE verdient. Aber auch mit berechtigten Niederlagen muss man umzugehen wissen.

Vertrauen auf die eigenen Stärken

Der nicht gelungene Auftakt ins Jahr 2013 soll die Osnabrücker aber keineswegs verzweifeln lassen. Die Mannschaft ist eingespielt, im Heimspiel gegen Karlsruhe war die gewohnte und großartige VfL-Atmosphäre und Unterstützung der Fans wieder einmal zu spüren. Mit Emil Jula kam zum Abschluss der Transferperiode in der letzten Woche noch ein hochkarätiger Neuzugang für den Angriff, der Simon Zoller und Adriano Grimaldi unterstützen und mit Sicherheit auch noch einige Tore beisteuern wird. Der VfL Osnabrück ist und bleibt ein Aufstiegskandidat, wenngleich sich derzeit ein wirklich spannender Kampf um die Tabellenspitze andeutet – schließlich haben Karlsruhe, Münster und Osnabrück jeweils 47 Punkte auf ihrem Konto. Dabei haben die Lila-Weißen aber keineswegs die schlechteste Ausgangsposition. Findet die Verteidigung wieder zu alter Stärke zurück und bleibt die Leidenschaft und Spielfreude in der Offensive vorhanden, dann dürften die VfLer noch lange Zeit ein gehöriges Wörtchen mitreden im Aufstiegskampf. Die Osnabrücker Mannschaft weiß wo ihre Stärken liegen, Trainer Claus-Dieter Wollitz ist weiterhin – und zurecht – von ihr überzeugt. Gegen die Stuttgarter Kickers wird der VfL Osnabrück am Sonntag (14.00 Uhr) eine Trotzreaktion zeigen wollen. Wichtig ist und bleibt – wie "Pele" Wollitz in den vergangenen Tagen mehrfach betonte – dass sich in den nächsten Monaten bis zum Saisonabschluss alle vorrangig um das Sportliche kümmern, um den Traum des Aufstieges gemeinsam zu verwirklichen. Dann dürfte alles möglich sein – die nötigen Voraussetzungen hat das Team des VfL Osnabrück allemal.

FOTO: Flohre Fotografie

   

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