Kommentar SG Dynamo: Mannschaft braucht Rückendeckung

Die Situation bei der SG Dynamo Dresden bleibt weiter angespannt. Am Samstag verschärfte sich die Lage in Dresden sogar ein bisschen mehr. Gegen den einstigen Lieblingsgegner SV Wehen Wiesbaden mussten die Sachsen eine knappe 0:1-Niederlage hinnehmen und damit die vierte Pleite in Folge verdauen. Der Einstand von Neu-Trainer Nemeth ging somit in die Hose. Nach dem Schlusspfiff entlud sich die Frustration einiger Fans, die in Peter Nemeth gleich die schuldige Person an der neuerlichen Niederlage fanden. Doch so einfach ist das nicht. Schließlich hatte der neue Coach seine Mannschaft gerademal an drei Trainingstagen und seinen Fittichen. Viel bewirken kann man da noch nicht. Zumindest neue wichtige Mechanismen können in Gang gebracht werden und gewiss: Die ersten 25 Minuten gegen Wehen Wiesbaden erinnerten an bessere Tage. Dynamo stürmte nach vorne, hatte Chancen, konnte aber davon keine nutzen. Hier hätten die Schwarz-Gelben die Partie zu ihren Gunsten entscheiden können, wenn nicht sogar müssen. Doch die Mannschaft steckt momentan in einer schwierigen Phase. Im Spiel nach vorn fehlt die Durchschlagskraft, dazu kommen technischen Unzulänglichkeiten – kurzum die Mannschaft ist verunsichert. Aus diesem Loch kann die Sportgemeinschaft nur Schritt für Schritt kommen. Torjäger Justin Eilers läuft seiner Form aus der Hinrunde hinterher, Sylvano Comvalius agierte gegen Wehen ebenso unglücklich.

Platz vier muss das Ziel sein

Dresden hat eine junge Mannschaft und genau die jetzige Situation war eigentlich vor Saisonbeginn eingeplant. Es zeigt sich, dass die Dynamos in der Hinrunde über ihre eigene Leistungsgrenze gegangen sind. Sie wurden von der Euphorie getragen und sind von Erfolg zu Erfolg geeilt. Nun darf man aber nicht auf die Mannschaft einschlagen, sondern ihr den Rücken stärken. Sie muss das Vertrauen von außen spüren – nur so kann sie den Schalter nach und nach wieder umlegen. Durch das frühe Aus im sächsischen Landespokal ist Platz vier in der Liga eigentlich Pflicht. Denn nur dieser berechtigt zur Teilnahme am DFB-Pokal in der kommenden Spielzeit. Und gerade das Geld aus dem Pokalwettbewerb würde den Sachsen gut zu Gesicht stehen. Darum muss es in den verbleibenden Spielen gehen. Die Mannschaft muss alles aus sich herauszuholen und alles versuchen, den vierten Platz zu erreichen. Diese Platzierung wäre für diese junge Mannschaft das Maximale. Ob selbst diese Zielsetzung realistisch erscheint, werden die nächsten Wochen zeigen. In jedem Fall darf nicht alles verflucht werden, was vor Wochen noch so gut war. Manchmal muss man einen Schritt zurückgehen, um zwei voran zu kommen!

 

   
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