Kommentar: Saisonstart geglückt – 3. Liga betreibt Eigenwerbung

Die Weltmeisterschaft in Brasilien ist gerade einmal zwei Wochen her, die Bundesligisten befinden sich in der Vorbereitung oder im Falle einiger WM-Fahrer sogar noch im Urlaub. Das alles ist der Dritten Liga herzlichst egal, sie startete am vergangenen Wochenende – zum Gefallen vieler – in die neue Spielzeit. Und dies durchaus sehr spektakulär: Mit im Schnitt 3,3 Toren pro Partie bescherten uns die 20 Teams einen torreichen Auftakt. Das Highlight vieler packender Duelle war natürlich das Spiel zwischen dem SC Preußen Münster und dem F.C. Hansa Rostock, in dem der Ball gleich sieben Mal im Netz zappelte.

Über eine Millionen Menschen sehen Eröffnungsspiel

Dies alles führte zu einer überregionalen Berichterstattung, auch in TV und Radio, was dem Image der Dritten Liga nur förderlich sein kann. Sogar die "ARD" war das erste Mal mit einer Live-Übertragung am Start. Dies sollte sich lohnen, über eine Millionen Menschen sahen sich das offizielle Eröffnungsspiel zwischen dem VfL Osnabrück und dem FC Energie Cottbus an. Ein hervorragender Wert für ein Drittliga-Spiel. Auch der "Mitteldeutsche Rundfunk", der das Ost-Duell zwischen dem Halleschen und dem Chemnitzer FC live übertrug, konnte mit einer Einschaltquote von 120.000 Zuschauern sehr zufrieden sein. Zudem wohnten den zehn Partien am 1. Spieltag rund 75.000 Fans und Beobachter in den Stadien bei, allein 20.000 erfreuten sich des Siegs von Absteiger und Publikumsmagnet Dynamo Dresden.

Die nächsten Highlights warten bereits

Dieser Auftakt macht Lust auf mehr. Bereits jetzt sind für den kommenden Spieltag drei Live-Übertragungen geplant, weitere könnten folgen. Mit den Partien zwischen Hansa Rostock gegen Rot-Weiß Erfurt und Energie Cottbus gegen Dynamo Dresden stehen in Kürze die nächsten "Schmankerl" auf dem Plan. Steht auch hier nur der Sport im Vordergrund, könnte die Liga vielleicht schon bald das Image der grauen Maus ablegen und sich etwas aus dem Schatten der Bundesligen hervorheben. Und eventuell bekommen auch Unternehmen etwas Wind davon, auf einen Ligasponsor wartet man ja noch immer vergebens.

FOTO: Flohre Fotografie

   
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